Stadt Halver sucht zwei neue „Bufdis“

Astrid Budaj beendet in diesem Jahr ihr FSJ im Jugendzentrum – und sie bereut das Engagement nicht. ▪ Weber

HALVER ▪ Vollzeit arbeiten – und das für knapp 400 Euro im Monat. Das ist offenbar heiß begehrt, zumindest unter „Bufdis“. Also unter jenen, die am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen. Denn statt Geldverdienen steht soziales Engagement im Fokus. Die Stadt Halver hat in Kürze gleich zwei Stellen zu vergeben – im Jugendzentrum und in der Lindenhofschule.

Und: Die Zeit drängt, da die Fördermittel aufgrund der bundesweit großen Resonanz knapp werden. „Wir müssten uns schon in Kürze entscheiden“, sagt Elke Gierse, Personalsachbearbeiterin der Stadt, auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Ansonsten müsse man bis Januar 2013 warten, wenn wieder neue Mittel verfügbar sind. Denn ohne die staatliche Bezuschussung könne man die Stellen nicht finanzieren, erklärt sie. Für die Ausschreibung fürs Jugendzentrum hatte sie bereits drei telefonische Anfragen von potenziellen Bewerbern – Gierse hofft allerdings auf weitere Interessenten.

Auf einen neuen Helfer hofft auch Arndt Spielmann, Leiter des Jugendzentrums. Denn Astrid Budaj beendet ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bereits Ende Juli. „Sie war definitiv eine Bereicherung in Sachen Kinderbetreuung“, sagt Spielmann. Allerdings freue er sich, dass die Stelle diesmal als Bundesfreiwilligendienst ausgeschrieben ist. Es sei vor allem der Aufgabenkatalog, der freier gestaltet werden könne. Ähnlich wie beim Zivildienst seien die „Bufdis“ auch für kleinere Hausmeistertätigkeiten einsetzbar – beim FSJ stehe die Kultur und das Soziale im Fokus.

Aber egal ob Zivi, FSJler oder Bufdi: Das Team vom Jugendzentrum freut sich jedes Mal auf Unterstützung. Zum einen, „weil das immer frischen Wind bringt“ und zum anderen, weil man so einfach besser aufgestellt sei. „Ohne sie würde hier natürlich nicht alles zusammenbrechen. Aber die Qualität würde sicher leiden.“

Eine neue, weitere Bundesfreiwilligendienst-Stelle gibt es seit diesem Jahr in der Lindenhofschule: Lena Dossow unterstützt seit Februar das Team der offenen Ganztagsbetreuung (OGS) und beendet ihr Engagement Ende September. Dossow selbst sei an die Stadt herangetreten, wie Elke Gierse sagt. Und da in ein Bedarf bestehe, werde die Stelle erneut besetzt. ▪ Lisa Weber

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