Breitbandausbau

Schnelles Internet: Wer kriegt wann was?

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Jede Straße und jede Ortslage soll in Sachen Versorgung mit schnellem Internet erschlossen werden.

Halver - Kaum eine Frage berührt so weite Teile der Bevölkerung so sehr wie die Versorgung mit schnellem Internet. Ob privat oder für die Wirtschaft: Nahzu jeder ist betroffen, wenn der Datenfluss stockt – oder erst gar nicht in Gang kommt.

Ziel der Stadt Halver ist es, in den kommenden Jahren wirklich jede Straße und Ortslage – sei sie noch so abseits – in dieser Hinsicht zu erschließen. Im Rathaus laufen die Fäden bei Ramona Ullrich zusammen, die damit die Schnittstelle zu den Koordinatoren auf Kreis- und Landesebene ist. 

Im Grundsatz gibt es zurzeit vier laufende Verfahren, mit denen die Versorgung sichergestellt werden soll.

Breitbandförderung ländlicher Raum 

Das erste Förderverfahren ist bereits abgeschlossen mit Förderanträgen für Schwenke/Hohenplanken, Heesfeld/Oeckinghausen und Heesfelder Hammer. 

Diese Ortsteile sind an dem Netzknoten Halver (Vorwahlbereich 02353) angeschlossen und werden über Kabelverzweiger versorgt. Um die Breitbandversorgung in den Ortsteilen zu verbessern, wurde zu den Kabelverzweigern Glasfaserkabel verlegt, MSAN-Outdoor-Technik in Multifunktionsgehäusen installiert und die Anbindung an das IP-Backbone der Telekom hergestellt. 

"6. Call" für schnelles Internet in Halver

Mindeststandard in Schwenke/Hohenplanken sind 6 bis 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im ADSL-Standard für alle Anschlüsse, 16 bis 25 Mbit/s bei 96 Prozent der Anschlüsse und 25 bis 50 Mbit/s bei 87 Prozent der Anschlüsse – in den letzten beiden Fällen in VDSL-Technologie. 

In Heesfeld/Oeckinghausen und Heesfelder Hammer gibt es ADSL 6 bis 16 Mbit/s an 95 Prozent der erschlossenen Anschlüsse, VDSL mit 16 bis 25 Mbit/s an 95Prozent der erschlossenen Anschlüsse und VDSL 25 bis 50 Mbit/s an 95 Prozent der erschlossenen Anschlüsse. Für das Gewerbegebiet Oeckinghausen und an der Susannenhöhe wird zurzeit geprüft, ob die durch die GAK-Föderung vorhandene Breitbandversorgung mit Hilfe des 6. Calls der Bundesbreitbandförderung noch weiter verbessert werden kann. 

Eigenausbau 

Die Westnetz verlegt im Auftrag der Innogy TelNet zunächst von der Kernstadt aus Richtung Anschlag rund 27 Kilometer Leerrohre, in denen im Anschluss Glasfaserkabel für den schnellen Internet-Zugang eingezogen werden. Durchgeführt wird ein so genannter FTTC-Ausbau (fibre to the curb = „Glasfaser bis zum Bordstein“). Dabei wird das Glasfaserkabel bis zu den grauen Schaltkästen der Telekom am Straßenrand gelegt. In den genannten Ortsteilen der Stadt Halver werden an 46 bestehenden Kabelverzweigerkästen neue Schaltschränke mit VDSL 2-Vectoringtechnik installiert. Der Kernstadtbereich wird in Teilen durch die Innogy TelNet mit schnellerem Netz erschlossen werden. 

Bundesbreitband-Förderung/3. Call 

Geplant ist ein Breitbandausbau in FTTB (Fibre to the building = „Glasfaser bis zum Haus“) und damit hoher Geschwindigkeit. Stand hier ist, dass die Vertragsunterzeichnung mit den Anbietern spätestens im 1. Quartal 2019 abgeschlossen sein soll. Ausbau und Inbetriebnahme könnten voraussichtlich bis Ende 2022 umgesetzt werden.

Bundesbreitband-Förderung/6. Call 

Die Bundesregierung hat in ihrer Novelle der Richtlinie Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland vom 3. Juli 2018 die Möglichkeiten eröffnet, den Glasfaserausbau auch bis in die Ortslagen zu realisieren, die aufgrund des bisher geltenden Scoring-Verfahrens nicht berücksichtigt werden konnten und weiterhin als „weiße Flecken“ geführt wurden. 

Dabei handelt es sich um Ortslagen unter zehn Einwohnern. Geplant ist ein Breitbandausbau in FTTB bis spätestens Ende 2025. Seitens der Stadt Halver wurden sämtliche Außenbereiche gemeldet, die bisher noch weiße Flecken auf der Karte sind. Ein Eigenausbau durch Netzanbieter innerhalb der nächsten drei Jahre ist für bestimmte Ortslagen vorgesehen. 

Kernstadtbereich 

Der Kernstadtbereich gilt durch die Unitymedia, die Innogy und die Telekom zunächst als versorgt. Im Rahmen des Markterkundungsverfahrens hat sich jedoch herausgestellt, dass auch der Kernstadtbereich innerhalb der nächsten drei Jahre mit noch schnellerem Internet versorgt werden soll. 

Schulen 

Folgende Schulen in Halver sind mit Glasfaser bis ins Schulgebäude mit Hilfe des Förderprogramms Gute Schule 2020 versorgt worden: 

  • Anne-Frank-Gymnasium (AFG) 
  • Humboldtschule 
  • Ganztagsschule
  • Grundschule Regenbogenschule Standort Halver 
  • Grundschule Lindenhofschule. 

Der Teilstandort Oberbrügge der Regenbogenschule wird mit Hilfe des Bundesbreitbandförderprogramms 3. Call mit schnellerem Internet versorgt werden.

Auf den folgenden Internetseiten kann jeder Anwohner in Halver mit Eingabe seiner Adresse die zu erwartende Bandbreite an seinem Anschluss abrufen:

https://www.innogy-highspeed.com/

https://www.telekom.de 

https://www.unitymedia.de

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