Rad- und Gehweg an B 54 rückt in weite Ferne

Beim Ortstermin mit Straßen.NRW im November hatten die Sozialdemokraten noch gut lachen – jetzt scheint der Bau eines Rad- und Gehweges in weite Ferne gerückt zu sein. - Archivfoto: Ruthmann

HALVER - Es waren keine guten Nachrichten, die Franz Helmut Engel, Leiter des Fachbereichs „Bauen und Wohnen“, den Mitgliedern des Bauausschusses am Dienstag zu überbringen hatte: Es scheint in weite Ferne gerückt zu sein, wann an der Bundesstraße 54 zwischen der Post- und der Heerstraße ein Gehweg gebaut wird.

Die Halveraner Sozialdemokraten hatten, wie bereits berichtet, Vertreter des Landesbetriebs Straßen.NRW zur Volmestraße geholt - mit dem Ergebnis, dass auf unbürokratische Weise im Zuge der Fahrbahnsanierung ein kombinierter Rad- und Gehweg gebaut werden soll. Dabei habe man sich jetzt auf die Form eines Hochbords geeinigt, erläuterte Engel. Dies sei sicherer als die Variante eines Rad- und Gehwegs, der auf Fahrbahnhöhe von der Straße nur durch einen Grünstreifen getrennt ist. Zumal man dann auch mehr Flächen benötige und in den Privatgrundstücksbereich gelange. Darüber hinaus, so der Fachbereichsleiter weiter, reichten die wenigen Straßenlaternen auf der anderen Seite natürlich nicht aus, um den Weg auszuleuchten. Also müsse auch noch für eine Beleuchtung gesorgt werden. Zu den rund 150 000 Euro, die der Bau des kombinierten Rad- und Gehwegs kosten wird, kämen also noch einmal etwa 50 000 Euro für die Straßenlaternen hinzu. Und diese Summe erhöhe sich auf insgesamt 233 000 Euro durch Planungskosten.

„Und wir sollen das bauen und vorfinanzieren“, machte Franz Helmut Engel deutlich, dass Straßen.NRW in diesem Jahr die Fahrbahn der B 54 nicht saniert - schon allein mit Blick auf den Ausbau der Heerstraße in Ehringhausen, der mit Vollsperrungen verbunden ist und erst im Jahr 2015 abgeschlossen wird - und damit auch keinen Gehweg baut.

„Aber, und das wissen Sie selbst am besten, woher sollen wir 233 000 Euro nehmen?“, wirkte der Fachbereichsleiter fast ein wenig resigniert. Zumal auch nicht klar sei, wie viel Straßen.NRW von den Baukosten des kombinierten Rad- und Gehwegs erstatte. Von den 150 000 Euro werde man vielleicht die Hälfte zurückbekommen. Und im Haushaltsplan der Stadt sind keinerlei Mittel dafür vorhanden. Man müsse allerdings noch prüfen, ob man über die Regionale 2013 Mittel für den Radweg erhalten könne. Es werde zwar ein Radweg durchs Volmetal gebaut, allerdings führe dieser nicht über den Teil der Volmestraße. - Det Ruthmann

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