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Flüchtlinge in Halver: Neues zur Unterbringung 

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Von: Florian Hesse

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Noch in der Prüfung: das frühere Hotel Haus Frommann
Noch in der Prüfung: das frühere Hotel Haus Frommann © Florian Hesse

An diesem Dienstag, 22. März, treffen sich die Fraktionsspitzen und Verwaltung. Das Ziel: die Abstimmung, wie es weitergehen soll mit der Unterbringung Kriegsvertriebener aus der Ukraine. Politisch beschlossen werden kann dann kurzfristig. Der Hauptausschuss tagt in der kommenden Woche (31. März), der Rat am 4. April.

Halver - Er freue sich, mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Hagen zu einem Konsens gekommen zu sein, sagt Kämmerer Simon Thienel auf Anfrage über ein Gespräch in der vergangenen Woche. Inhaltlich sei es darum gegangen, im städtischen Interesse die Verfügbarkeit der früheren Awo-Kita an der Weststraße zu sichern. Dabei habe man offene Fragen ausräumen können, sagt der Kämmerer, der sich zu vertraglichen Details nicht äußern wollte, bis auf die Tatsache, dass sich die Awo nunmehr bereit erklärt habe, die Flächen bis zum Ende der Flüchtlingskrise kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Was machbar ist an der Weststraße, wären vier bis fünf Wohneinheiten, die mit einem überschaubaren Aufwand hergerichtet werden könnten. Im Raum steht eine Summe von 40 000 bis 50 000 Euro und ein hoher Gegenwert. Die Räumlichkeiten wären ideal geeignet für Mütter und Kinder.

„Jeder Tag und jedes Gebäude zählt“

Bürgermeister Michael Brosch

Um was es für Halver geht, macht auch Bürgermeister Michael Brosch, der sich erkennbar über Thienels Ergebnis freut, im Gespräch mit unserer Redaktion deutlich: „Jeder Tag und jedes Gebäude zählt“, sagt Brosch beim Blick auf die Zahlen, die die Arbeitshypothese im Rathaus noch übertreffen könnten. Eigentlich war man in der Verwaltung von rund 200 bis 220 Flüchtlingen aus dem Kriegsgebiet ausgegangen. Die Entwicklung in der Ukraine lasse jedoch Schlimmes befürchten. Am vergangenen Freitag waren es 59 Flüchtlinge aus der Ukraine in Halver.

Nach aktuellem Stand gibt es zurzeit etwa 30 Wohneinheiten, die der Stadt Halver zur Verfügung gestellt wurden oder in Aussicht stehen. 50 Plätze stehen in etwa zur Verfügung, weitere 50 sollen zeitnah belegbar sein, so die Lage. Unverändert besteht aber der Aufruf der Stadt, Wohnraum zu melden und bereitzustellen. Und Brosch wie auch der zuständige Fachbereichsleiter Thomas Gehring appellieren unverändert an Bürger, auch praktische handwerkliche Hilfe zu leisten, koordiniert über das Bürgerzentrum unter Tel. 0 23 53/7 31 43.

Das erste Augenmerk in der Verwaltung gilt dabei auch dem eigenen Bestand, auch mit der Prüfung der Möglichkeiten am Haus Frommann. Gearbeitet wird zurzeit intensiv auch am ersten Obergeschoss des Denkhofs an der Frankfurter Straße in Halver. Sollte es erforderlich sein, käme auch das Erdgeschoss in Betracht – unter Umständen als Treffpunkt für die Flüchtlinge. Auch das Stadtwerke-Gebäude an der Elberfelder Straße ist im Visier der Stadt. Ein leer stehender Bürotrakt wäre verhältnismäßig kurzfristig als verfügbarer Wohnraum herzustellen, schätzt der Bürgermeister.

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