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Es bleibt kühl: 19 Grad in Schulen müssen ausreichen

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Von: Florian Hesse

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Rathaus Halver
Im Rathaus in Halver bleibt es kühl bei 19 Grad. © Florian Hesse

Wenn in den Düsseldorfer Büros der Landtagsabgeordneten kein warmes Wasser mehr fließt, haben die Politiker bis dahin einfach noch Glück gehabt. Auf kommunaler Ebene in Halver bleibt es schon länger kühl.

Halver - Man habe die Entscheidungen von August zum Energiesparen nicht wesentlich verändert, sagt Bürgemeister Michael Brosch auf Anfrage. In öffentlichen Gebäuden war es in den vergangenen Wochen kühler, und das bleibt wohl auch so.

Als Ziel ausgegeben ist eine Raumtemperatur in Schulen und Verwaltungsgebäuden von 19 Grad. „Die Temperatur halte ich für vertretbar“, hatte Brosch bereits Anfang August über die städtischen Einsparungsmaßnahmen gesagt (wir berichteten). Wie genau sich im Einzelfall die Temperaturen einhalten lassen, hängt auch von den baulichen und technischen Standards ab und demnach, wie sich die Regulierung umsetzen lässt. Man versuche, über die Vorlauftemperatur die Heizkurve abzusenken.

Ebenfalls abgesenkt um drei Grad wurde auch die Wassertemperatur im Becken der Schwimmhalle, die zurzeit aufgrund fehlenden Personals geschlossen bleiben muss. Den Betrieb dort aus energetischen Gründen ganz einzustellen, halte man seitens der Stadt nicht für sinnvoll mit Blick auf laufende Reha-Kurse und auch das Kinderschwimmen. In dieser Hinsicht machen sich Fachleute bereits länger Sorgen, dass Kinder aufgrund der Corona-Pandemie praktisch keine Chance gehabt hätten, das Schwimmen zu lernen.

Abweichend von ursprünglichen Überlegungen hatte die Stadt Halver aber inzwischen Leuchten ausgeschaltet, die ausschließlichen dekorativen Zwecken dienen. Das gilt sowohl für die Villa Wippermann wie auch die Lichtinstallation für den Aussichtsturm an der Karlshöhe. Und die Halveraner Bürger werden sich wohl auch auf eine eingeschränkte Weihnachtsbeleuchtung einstellen müssen.

Entscheidend sei aber nicht allein, was die Stadt selbst an Kilowattstunden für Wärme und Licht einsparen könne. Es gehe auch um die Vorbildfunktion für die Bürger, was den Energieverbrauch angehe, hatte Michael Brosch im Zusammenhang mit der Beleuchtung aus eher optischen Gründen an Turm und Villa Wippermann deutlich gemacht.

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