Landesförderung macht neues Projekt möglich

Turnhalle Oberbrügge: Mehr als eine halbe Millionen soll investiert werden

Die Turnhalle in Oberbrügge soll mithilfe von Fördergeldern saniert werden. Insgesamt 568000 Euro werden veranschlagt.
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Die Turnhalle in Halver-Oberbrügge soll mithilfe von Fördergeldern saniert werden. Insgesamt 568000 Euro werden veranschlagt.

Überraschend lag im Rat am Montagabend in der Aula der Humboldtschule eine Tischvorlage zur Sporthalle Oberbrügge bereit. Es geht um 568 000 Euro, mit denen die Sporthalle Am Nocken in einem „recht umfassenden Paket“, wie es Bauamtsleiter Michael Schmidt nannte, saniert werden soll. 

Für die Summe besteht die Möglichkeit auf eine 100-prozentige Förderung durch den Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 und 2021. Rund 47 Millionen Euro stellt das Land NRW in diesem Jahr zur Verfügung, im kommenden sind es noch 31 Millionen Euro, dann allerdings mit einer nur noch 90-prozentigen Förderung.

Schnell müsse nun ein Ratsbeschluss her, der zwingend erforderlich für die Antragsstellung ist. Erfolgen kann der Antrag bis zum 16. Oktober, also kommende Woche Freitag. Das ist in und an der Turnhalle geplant:

  • Der Hallenboden soll aufgearbeitet und der Prallschutz erneuert werden
  • Erneuerung der Beleuchtung durch LED sowie der Neueinbau von Deckenheizstrahlplatten
  • Das Sporthallendach soll saniert werden (Dachdämmung und -eindeckung)
  •  Fassadensanierung
  • Sanierung der Umkleidekabinen und Sanitärräume
  • Geplant ist im Hinblick auf die Barrierearmut und -freiheit ein Umbau eines vorhandenen WCs im direkt angrenzenden Bürgerhaus zu einem barrierefreien WC mit Umkleidemöglichkeit.
  •  Da die Sporthalle auch als Aula und von den Vereinen für Veranstaltungen genutzt wird, ist eine Aufarbeitung der Bühne vorgesehen.

Die Sporthalle Am Nocken erfüllt die Kriterien des Förderprogramms. Demnach werden vorrangig Maßnahmen gefördert, die besonders vielen Menschen den Zugang zu sportlichen Betätigungen ermöglichen und/oder quartierbezogene niederschwellige Angebote mit großer Reichweite für Kinder und Jugendliche zum Inhalt haben. Einrichtungen, die dem Schulsport dienen, sind dann förderfähig, wenn sie außerschulisch für die breite Bevölkerung geöffnet werden. Grundsätzlich zu beachten sei die Herstellung von Barrierearmut und -freiheit.

Grundsätzlich stieß die Planung beim Stadtrat, der in der alten Zusammensetzung am Montag ein letztes Mal zusammenkam, auf Zustimmung. Martina Hesse (CDU) machte auf die Formulierung des Beschlusses aufmerksam und wollte sicher gehen, dass aus dem Beschluss hervorgeht, dass die Baumaßnahme nur dann erfolgt, wenn es den Förderzuschlag gibt – sollte es nicht dazu kommen, müsse der Antrag den Gremien wieder vorgestellt werden.

Antrag möglich bis 16. Oktober

Martin Halbrügge (Grüne) ging ins Detail, auch wenn die Vorlage erst kurz auf den Tischen der Ratsherren und -frauen lag, und war nicht einverstanden mit der geplanten Belüftung, die über die Oberlichtfenster gesteuert werden soll. Der Energieberater bittet um eine Prüfung. Michael Schmidt sagte, entsprechendes Know-how sei bereits in die Planung eingeflossen, man nehme den Hinweis jedoch auf.

Die größte Sorge kam aus den Reihen der CDU. Andreas Hesse kritisierte „die Art und Weise“ der Bekanntmachung. „Wir reden hier über eine halbe Million Euro.“ Das könne man nicht „mal eben zwischen Tür und Angel beschließen“. Unterstützung gab es von seiner Frau Martina Hesse: Sie sagte, dass es in den Fachgremien nicht umsonst Spezialisten gebe, die gute Ideen in Projekte einbringen könnten. Grundsätzlich unterstützt die CDU aber die geplanten Maßnahmen an der Turnhalle in Oberbrügge, die eine Sanierung nötig habe. Bedenken müsse man nur, dass es sich auch bei Fördergeldern um Steuergelder handele, mit denen man sorgfältig umgehen müsse.

Dass es die zwingende Notwendigkeit einer Sanierung für die Turnhalle gibt, ist bereits in der Vergangenheit festgestellt worden, wie FDP-Fraktionschef Sascha Gerhardt einbrachte. Seine Meinung: Beschließen, auch wenn es kurzfristig ist. Ebenfalls Martin Kastner, Fraktionsvorsitzender der SPD, sagte: „Man sollte diese Chance nutzen.“ Im Fachausschuss können die Mitglieder dann immer noch sprechen.

Die Lösung der Probleme hatte Sabine Wallmann (UWG). So soll der Beschluss gefasst werden und parallel das Vorhaben an die Mitglieder des Fachausschusses für öffentliche Einrichtungen übermittelt werden. Damit gab sich auch die CDU zufrieden. Einstimmig hat der Rat beschlossen, den Förderantrag schnellstmöglich zu stellen.

In Oberbrügge ist viel los. Auch rund um Regenbogenschule, Kita Wunderland und dem Bürgerhaus entsteht ein Mehrgenerationenpark.

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