Stadt Halver saniert marode Straße nach Schalksmühle

+
In zwei Abschnitten soll die Straße zwischen Krause Buche und Rotthausen saniert werden. Zum Teil gilt Tempo 30.

Halver/Schalksmühle – Für die marode städtische Straße von Krause Buche über Rotthausen nach Schalksmühle gibt es ein Sanierungskonzept und damit Hoffnung.

In der Halveraner Bauverwaltung herrscht Zuversicht, die Straße in zwei Bauabschnitten in diesem und im kommenden Jahr sanieren zu können. Jeweils 300.000 Euro sind dafür veranschlagt. Trotzdem wird es aller Voraussicht nach zu einer etwas kuriosen Situation kommen. Repariert werden soll im Abschnitt I über auf einer Länge von etwa einem Kilometer der obere Teil der beliebten Abkürzung nach Schalksmühle. Der zweite Abschnitt, etwa ab Schöneberge bis Streitstück und damit bis an die Schalksmühler Gemeindegrenze, müsste warten.

Das werde nicht jedem Autofahrer gefallen, ist die Befürchtung der Politik, die in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen nach ausführlicher Ortsbesichtigung deutlich wurde.

Der Fachausschuss beim Ortstermin.

Denn instandgesetzt würde bei diesem Ablauf der verhältnismäßig bessere Straßenabschnitt, während der untere Teil noch ein Jahr geschoben würde. Dort aber gilt streckenweise bereits Tempo 30, weil die Schlaglöcher derart tief sind, dass Reifen, Räder und Fahrwerk bei höherem Tempo Schaden nehmen könnten. Wunsch eigentlich aller Fraktionen wäre es daher, die Baumaßnahme umzudrehen.

Zeitdruck wegen Maßnahme an B229

Ob das klappen könnte, will die Verwaltung nun prüfen, doch es gibt ein zeitliches und ein technisches Problem. Die Stadt will mit ihrer Maßnahme fertig sein, wenn die große Baumaßnahme von Straßen.NRW auf der Bundesstraße 229 zwischen Halver und Brügge zu Sperrungen führen wird. Eine zeitgleiche Sperrung komme nicht in Frage, war man sich einig. Die Stadt Halver würde im Juni anfangen zu bauen und könnte die Straße zum Beginn der Maßnahme von Straßen.NRW abschließen.

Tiefe Löcher am Rand und in der Straßenmitte.

Beim unteren Abschnitt der Straße aber könnte das knapp werden, machte der Straßenplaner der Stadt, Christoph Stillger, vor Ort deutlich. Etwas oberhalb des Streitstücks fällt eine Wiese höhenmäßig zur Straße hin ab. Das Oberflächenwasser unterspült dort seit Jahrzehnten den Straßenkörper und wird das ohne Entwässerung und Neubau der halben Straße auch weiter tun. Die Investition könne, so seine Befürchtung, schon in wenigen Jahren umsonst gewesen sein. Für diesen Abschnitt aber seien umfangreichere, damit auch zeitaufwendige Planungen nötig.

Kritischer Abschnitt: Das Oberflächenwasser unterspült den Straßenkörper.

Im Ergebnis gab der Ausschuss in der vergangenen Woche den Baufachleuten weitgehend freie Hand. Sollte es zu schaffen sein, den kritischeren Bauabschnitt vorzuziehen, solle die Verwaltung das in eigener Verantwortung und ohne weitere politische Diskussion tun, so der Handlungsauftrag.

Auch in baulicher Hinsicht betrete man mit der Maßnahme Neuland, machte Fachbereichsleiter Michael Schmidt deutlich. Eine Wiederherstellung von Grund auf wäre mit den vorhandenen Mitteln nicht finanzierbar.

Zum Abschluss 5,5 Meter Breite

In der Praxis werden nun die vorhandenen abgesackten Ränder aufgefüllt und anschließend eine neue Fahrbahndecke aufgebracht. 5,5 Meter, etwa so wie zurzeit einschließlich er heruntergefahrenen Bankette, wird die Straße anschließend breit sein. Thema in diesem Zusammenhang war auch die Sicherheit für die Anlieger. Zu weiten Teilen der Strecke darf dort eigentlich Tempo 100 gefahren werden. Der Ausschuss drängt darauf, das Gespräch mit dem Märkischen Kreis als zuständiger Behörde aufzunehmen, um dort die Geschwindigkeit auf 70 km/h zu beschränken.

Auf eine Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn des Ausbaus verzichtete der Ausschuss. Die Debatte, ob inner- oder außerörtliche Unterhaltungsmaßnahmen sinnvoller seien, war im vergangenen Jahr intensiv geführt worden. Für die SPD sei die Maßnahme daher im Grundsatz nach wie vor nicht zustimmungsfähig, sagte Fraktionschef und Ausschussvorsitzender Martin Kastner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare