Neuer Rad- und Fußweg am Schleienweg

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Informierten detailliert über den Bebauungsplan „Oesterberg“: Michael Schmidt, Dieter Beele,, Peter Kaczor und Arno Möllmann (von links).

Halver - Großen Zuspruch fand am Mittwoch eine Bürgerversammlung im Rathaus, bei der es um die Neufestsetzung der Verkehrs- und Grünflächen im Bereich zwischen dem Schleienweg und der Südstraße ging.

Über die geplante Baumaßnahme informierten Michael Schmidt, Fachbereichsleiter Bauen und Wohnen, Dieter Beele vom beauftragten Planungsbüro H+B Stadtplanung aus Köln, Stadtplaner Peter Kaczor und Arno Möllmann von der Bauverwaltung die Anwohner. 

Um eventuell anfallende Erschließungskosten, Zuständigkeiten beim Winterdienst, Beginn der Maßnahme und dergleichen mehr ging es bei Fragen aus Reihen der Bürger. 

Den Hintergrund der Maßnahme umriss Michael Schmidt in groben Zügen. Der Bebauungsplan aus dem Jahr 1986 habe im Bereich zwischen dem Schleienweg und der Südstraße eine Straßenverbindung festgesetzt, die nicht umgesetzt worden sei und in der festgesetzten Form auch nicht mehr benötigt werde. Ein 1995 gefasster Aufstellungsbeschluss sei nicht weiterverfolgt worden, weil zunächst die Entwicklung auf dem Bahngelände abgewartet worden sei. 

Die Flächen dem Bestand anpassen 

In der öffentlichen Sitzung vom 15. Mai 2017 habe der Rat nun beschlossen, das Verfahren zur 4. Änderung des Bebauungsplans Nr. 17 „Oesterberg“ einzuleiten. Nach dem Bau der neuen Verkehrsanlagen Tannenweg und Hagedornstraße sei es jetzt möglich, die Anbindung des Schleienweges an die Südstraße mit einem Rad- und Fußweg, der auch als Rettungszufahrt dienen solle, festzusetzen. 

Planungsziele und Konzept stellte Dieter Beele den Anwohnern vor. Im Grunde gehe es darum, die Flächen dem Bestand anzupassen, erklärte er. Nördlich der Wendefläche des Schleienweges ergebe sich durch die Maßnahme aufgrund einer Reduzierung der Verkehrsflächen die Möglichkeit einer vergrößerten Ausweisung der Baugebietsflächen. Zudem entstehe auf der Westseite des verlängerten Schleienwegs ein zusätzliches Baugrundstück.

Große und wertvolle Bäume müssten für die Baumaßnahme nicht gefällt werden, versprach Beele. Lediglich vier kleinere Bäume müssten weichen. 

Keine Kosten mehr für Anwohner 

Für die angrenzende Kanaltrasse werde ein Leitungsrecht festgesetzt. Die bisher festgesetzte Straßenanbindung zwischen dem Schleienweg und der Südstraße entfalle. Sie werde durch einen Fuß- und Radweg mit einer Regelquerungsbreite von 3,50 Metern mit Durchfahrtsverbot für Kraftfahrzeuge ersetzt. Ausnahme seien Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge, die den Weg mit Sonderrechten befahren könnten. 

Wie sich bei der Versammlung herausstellte, fallen für die Anwohner keine Erschließungskosten an, da bereits Erschließungskosten geleistet wurden. Da der neue Rad- und Fußweg ein städtischer Weg ist, wird die Stadt den Winterdienst übernehmen. Bis 16. November liegt der Bebauungsplan bei Peter Kaczor zur Einsicht aus. Wie Kaczor ausführte, ist eine Umsetzung der Maßnahme 2019 möglich. Bei der derzeitigen Konjunkturlage könne allenfalls die Ausschreibung der Maßnahme zu Verzögerungen führen.

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