Grünes Licht für Baugebiet in Oberbrügge

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Halver/Oberbrügge - Die Stadt Halver hat grünes Licht für die Planungen für das Neubaugebiet Schmittenkamp in Oberbrügge. Es gebe „positive Signale“ der Bezirksregierung in Arnsberg, bestätigt Kämmerer Markus Tempelmann auf Nachfrage des Allgemeinen Anzeigers.

Eine Fläche von etwa sechs Hektar befindet sich in Oberbrügge in städtischem Besitz mit Hanglage nach Süden zur Heerstraße. Die Erschließung wäre möglich über die Schmiedestraße, die von der Heerstraße abzweigt und zurzeit nach etwa 100 Metern zum Feldweg wird.

Eine vollständige Bebauung der jetzigen Grünfläche werde nicht möglich sein. Tempelmann geht von einer Größenordnung von etwa vier Hektar aus, auf der dann Wohnbebauung realisiert werden könnte. Im Gegenzug müsste die Stadt Halver bisherige Reserveflächen auflösen. Wo und in welchem Umfang dies der Fall sei, sei noch offen. Wichtig aus städtischer Sicht sei, nicht mehr Flächen abzugeben, als man jetzt in Oberbrügge hinzugewinnen könnte.

Eigentumsfragen sind nach Auskunft Tempelmanns grundsätzlich geklärt. Das ist insofern wichtig, weil die abwassertechnische Entsorgung unter anderem mit dem Bau eines neuen Sammlers in der Straße Am Nocken zusammenhängt, für den Geld in den Haushalt eingestellt ist.

Bis in Oberbrügge die ersten Bagger anrollen, werden mindestens zwei Jahre verstreichen. Der erforderliche Bebauungsplan muss zunächst die politischen Gremien passieren, verbunden mit den wasserrechtlichen Erlaubnissen. Bereits in diesem Jahr könnte der Kanalbau beginnen, so dass frühestens 2019 etwas zu sehen sein könnte. Bis dahin haben Bauherren in Halver noch Chancen an anderer Stelle. Zwar ist der Leyer Sonnenschein nahezu ausverkauft, doch an der Falkenstraße stehen noch Flächen zur Verfügung. Hier rechnet Tempelmann damit, dass 2017 bis 2018 die letzten Grundstücke Besitzer gefunden haben werden.

Hintergrund der städtischen Bemühungen um weitere Wohnbauflächen ist nicht zuletzt der sich abzeichnende Bedarf. Gestützt auf Daten des Landesbetriebs IT.NRW rechne die NRW-Bank mit 400 000 Wohneinheiten, die bis 2030 erforderlich würden. „Das wird nicht im Bestand gehen“, sagt Tempelmann. Und schaffe man diesen Wohnraum nicht, werde es kaum möglich sein, Mietpreise zu beschränken.

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