Ein Zeichen der Wertschätzung

Soko Respekt: Halver ist als erste Stadt Mitglied

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Eigentlich ist es Usus, die Beitrittserklärung online abzugeben, doch Halvers Bürgermeister Michael Brosch war es wichtig, das persönlich zu tun.

Halver - Alle waren sie da. Alle die, die für die Halveraner sowohl beruflich als auch ehrenamtlich alles tun. Diesmal waren sie der Mittelpunkt. Die Halveraner Polizei, das Technische Hilfswerk (THW), die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Und der Anlass war ein besonderer.

Halver ist dem Lüdenscheider Verein Soko Respekt beigetreten. Er hat sich 2017 gegründet und sich zum Ziel gemacht, auf den mangelnden Respekt gegenüber Einsatzkräften aufmerksam zu machen. „Wir geben allen Einsatzkräften eine Stimme“, sagen die Vorsitzenden Jens Hoffmann und Mara Buhl. Sie wollen mehr Respekt für alle Einsatzkräfte, die sich täglich für die Menschen einsetzen, erreichen. 

Als Zeichen der Wertschätzung hat sich die Stadt Halver dazu entschieden, Mitglied in dem Verein zu werden. Neben 1092 Mitgliedern ist Halver nun die erste Stadt, die sich dem Verein aus Solidarität zu ihren Einsatzkräften angeschlossen hat. 

Nachrodt-Wiblingwerde hat das ebenfalls vor, sei aber durch die Corona-Krise noch nicht zum Abschluss gekommen. „Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt Jens Hoffmann zur Mitgliedschaft Halvers. Nicht nur für den Verein, sondern auch für die Einsatzkräfte in Halver sei der Beitritt ein „großes Zeichen der Wertschätzung“.

Mit Abstand für mehr Anstand kamen Jens Hoffmann und Mara Buhl nach Halver und nahmen den Mitgliedsantrag von Michael Brosch entgegen.

 

Und die Mitgliedschaft hat noch ein wichtiges Zeichen für die Gründer des Vereins: „Das gibt uns Rückhalt“, sagt Jens Hoffmann.

Vor allem ist es ein symbolischer Charakter

Für die Aufnahme in den Verein kamen Vertreter der vier Verbände vorbei: Alexander Fall von der Polizei Halver, Trimpop vom DRK Halver, Thorsten Berger vom THW und Dennis Wichert von der Freiwilligen Feuerwehr. Sie alle standen stellvertretend für ihre Mitglieder dabei, als Bürgermeister Michael Brosch im Namen des Rates und der Stadt Halver die Beitrittserklärung abgab. 

Eigentlich, sagte Brosch, mache man das online. Aber er wollte es auf diesem Wege tun. Persönlich und direkt. Der Mappe mit dem Stadtwappen Halvers war noch ein Umschlag beigelegt mit einer Geldspende aus Verfügungsmitteln. Die Mitgliedschaft im Verein ist grundsätzlich kostenlos. 

Für die Stadt Halver habe sie vor allem symbolischen Charakter. Denn auch in Halver widerfährt den Einsatzkräften Respektlosigkeit. Vonseiten der Feuerwehr heißt es, dass es zwar selten vorkomme – und wenn, dann seien es vor allem Menschen, die sich den Vorgaben widersetzen. 

Respektlosigkeit auch bei der Polizei in Halver ein Thema

Beispielsweise beschweren sie sich dann über Straßensperrungen infolge eines Unfalls. Jens Hoffmann erwähnt auch die Rettungsgasse, die nur durch viel Aufklärungsarbeit, wie die des Lüdenscheider Vereins, ins Bewusstsein der Menschen übergehe. 

„Wenn wir nur ein Menschenleben retten können, hat sich alle Arbeit schon gelohnt.“ Respektlosigkeit ist auch bei der Polizei ein Thema, wie Wachleiter Alexander Fall sagt. „Es ist gut, dass es einen Verein gibt, der darauf aufmerksam macht“, sagt Fall. „Noch besser wäre es, wenn es gar nicht nötig wäre.“

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