Discounter-Pläne

Neuer Lidl-Markt: Stadt macht den Weg frei

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Ziel von Lidl ist die verkehrsgünstige zentrale Lage am Herpiner Weg.

Halver - Die Stadt Halver will dem Discounter Lidl den Weg frei machen für einen Umzug an den Herpiner Weg im Kreuzungsbereich zur Landesstraße 528 (Umgehungsstraße). Die Verträge dafür werden gerade vorbereitet und noch in 2019 beurkundet.

Um die Ansiedlung von Lidl dort möglich zu machen, ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich für den Bereich Herpiner Weg. Thema wird das am 20. November im Ausschuss für Planung und Umwelt, danach am 2. Dezember im Rat. 

Während in der Beschlussvorlage für die Gremien noch von einem nicht namentlich benannten Discounter die Rede ist, bestätigte Beigeordneter Markus Tempelmann auf Nachfrage des Allgemeinen Anzeigers, dass es sich konkret um Lidl handele. 

Uneinigkeiten um Wippermann-Gelände

Das Unternehmen erwirbt im genannten Bereich Flächen von der Stadt und von Dritten, um die Planungen umzusetzen. Der Wunsch des Unternehmens, den derzeitigen Standort an der Hagener Straße aufzugeben, steht bereits länger im Raum. Ziel war es zunächst, den neuen Markt innerstädtisch auf dem Wippermann-Gelände zu errichten. In Politik und im Rathaus war dieses Vorhaben nicht auf Gegenliebe gestoßen, denn es hätte das Aus für den Werkhof bedeutet. Dessen Funktionen als Arbeitgeber, die soziale Komponente als Sozialkaufhaus und die Rolle als Alleinstellungsmerkmal für die Stadt wären damit hinfällig geworden. 

Eine Abrissgenehmigung hatte der Discounter bereits prophylaktisch beim Kreis erwirkt. Auch verkehrlich wäre die Anbindung dieses Bereiches problematisch gewesen, so die damalige Einschätzung. Stadt Halver, Märkischer Kreis und Lidl hatten sich bereits vor dem Verwaltungsgericht über den Wunsch zur Ansiedlung auseinandergesetzt. Bestätigen die politischen Gremien nun die Vorlage der Verwaltung der Stadt Halver, würde der Weg in die Innenstadt frei für Lidl. Und auch für den Werkhof sei dies ein positives Signal, deutete Tempelmann weiter an. 

Der Planbereich am Herpiner Weg: Lidl möchte im Westen bauen.

Die Stadt selbst ist im Zusammenhang mit der Regionale interessiert an der innerstädtischen Wippermann-Fläche, für die ein Gründerzentrum im Gespräch ist. 

Inhaltlich geht es beim aufzustellenden Bebauungsplan einschließlich der Änderung des Flächennutzungsplanes um eine Fläche von insgesamt 2,17 Hektar (21 700 Quadratmeter). Der Planbereich umfasst die Fläche von der Kreuzung zur L528 bis zur Kreuzung Howarde/Hälversprung und damit um das gesamte Werksgelände der früheren Schmiede JungBoucke. Lidl würde sich nahe der Kreuzung der L528 ansiedeln. Im östlichen Teil des Plangebietes Richtung Herpine sollen gewerbliche Nutzungen möglich bleiben. 

Erschließung über Frankfurter Straße

Die verkehrliche Erschließung sei über die westlich des Plangebietes angrenzend verlaufende Frankfurter Straße/Remscheider Straße (L528) sowie den Herpiner Weg gesichert. Die für einen denkbaren späteren Ausbau mit einem Kreisverkehr benötigten Flächen im Kreuzungsbereich der Straßen sind nicht in den Bebauungsplan einbezogen. Insofern stehe die Planung einem späteren Kreuzungsaus- beziehungsweise -umbau nicht entgegen.

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