Verursacher selbst für Silvestermüll zuständig

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Halver - Ob Böller, Rakete oder Feuerwerksbatterie – Silvester verursacht nicht nur Lärm, sondern auch Dreck. Wer den hinterher wieder beseitigen muss und ab wann eigentlich geknallt werden darf, erklärt das Ordnungsamt der Stadt Halver.

„Vom Grundsatz her ist erst einmal der Verursacher dafür verantwortlich, dass der Müll wieder weggeräumt wird – also abgebrannte Feuerwerkskörper aber auch Flaschen für den Abschuss von Raketen“, sagt Lutz Eicker vom Ordnungsamt. Als nächstes müssten die Eigentümer, auf deren Grundstück Reste von Böllern und Raketen liegen, diese entfernen, wenn sie sich durch diesen Müll gestört fühlten oder eine Gefahr davon ausginge. 

Die Pflicht von Grundstückseigentümern, die Gehwege zu reinigen, gilt im Übrigen auch für den Silvester-Müll. Jeder soll sich an die eigene Nase fassen „Größere Verunreinigungen in der Stadt werden dann von uns entfernt“, sagt Eicker. Es sollte sich jeder an die eigene Nase fassen und einen Platz so wieder verlassen, wie er ihn vorgefunden hat. „Man kann auch am nächsten Morgen noch einmal gucken, ob noch etwas rumliegt, das man in der Nacht übersehen hat.“ 

Wenn Müll nicht entfernt wird, lässt sich natürlich schwer nachverfolgen, wer an Silvester welchen Müll verursacht hat. „Wenn wir von einem Veranstalter wissen, in dessen Lokalität eine Party stattgefunden hat, gehen wir auf sie zu, damit noch liegender Müll beseitigt wird“, sagt Eicker.

Erst ab 24 Uhr darf geknallt werden 

Geknallt werden darf offiziell erst am 31. Dezember ab 24 Uhr. Danach sollte das Feuerwerk ziemlich zügig abgebrannt und das Ganze eigentlich innerhalb einer Stunde erledigt sein. „Wer bis dahin nicht geknallt hat, sollte das dann nicht erst um 3 Uhr nachts machen.“ 

Wer zu früh mit dem Knallen beginnt, muss im Prinzip auch mit einem Bußgeld rechnen. Die Höhe ist allerdings vom Einzelfall abhängig, zum Beispiel wo etwas passiert ist. „Bei größeren Sachen würden wir sicher dagegen vorgehen“, sagt Eicker und weist außerdem darauf hin, dass etwa im Bereich von Seniorenheimen das Zünden von Feuerwerkskörpern eigentlich verboten ist. „Da sollte man Rücksicht drauf nehmen“, findet er.

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