Stadt Halver blickt auf Revision des Kinderbildungsgesetzes

Keine wirklich Entlastung für Kita-Träger - Kibiz ist Thema

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Mit der geplanten Kindervilla (Foto) mit Großtagespflege schafft die Stadt Halver nötige Rahmenbedingungen.

Halver - Die bevorstehende Revision des Kinderbildungsgesetzs (Kibiz) beschäftigt auch die Stadt Halver. 

Bürgermeister Michael Brosch wie auch der SPD-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas sind in Sorge, dass die bevorstehende Revision des Kinderbildungsgesetzes zu kurz greift. Der jüngst verabschiedete Kibiz-Referentenentwurf war Thema beim vergangenen Arbeitsgespräch im Halveraner Rathaus. 

Trotz angekündigter Mehrausgaben des Landes in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro sehen Dudas wie auch Brosch keine wirkliche Entlastung der Kita-Träger. Insbesondere bei kleineren Einrichtungen sei das eine existenzielle Frage. 

Einrichtungen wie Kita Wunderland würden allein gelassen

Eingruppige Einrichtungen wie beispielsweise die Kita Wunderland würden mit einer ungünstigen Kostenstruktur allein gelassen. „Ich würde mir wünschen, dass der Trägeranteil komplett herausgenommen wird“, sagt Brosch. „Das ist ein Riesenproblem.“ 

Er habe die Befürchtung, dass der Betrieb der Einrichtungen mittelfristig für die Träger uninteressant werden könnte. Die angekündigten Mehrausgaben könnten insofern verpuffen, weil sie mit weiter flexibilisierten Öffnungszeiten verbunden seien. Die Erweiterung der Betriebszeiten führe zu einem Mehraufwand an Personal, befürchten auch große Kita-Träger. Direkten Einfluss auf die Versorgung mit Plätzen hat die Stadt Halver allerdings nicht.

Kreis ist zuständig für die Kinder- und Jugendplanung in Halver

Zuständig für die Stadt ohne eigenes Jugendamt ist der Märkische Kreis, der die Kosten für die Kinder- und Jugendplanung über die differenzierte Kreisumlage von den Kommunen erhält. Dessen ungeachtet sieht Brosch es als Aufgabe der Stadt, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. 

Dazu zählt er unter anderem die geplante Großtagespflege in der Kindervilla und möglicher weiterer Tagespflegeeinrichtungen, für die bereits Interesse bekundet worden sei. „Weiter im Fluss“ befinde sich die Planung für die sechsgruppige neue Awo-Einrichtung der Kita Wundertüte, für die noch die Entscheidung der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle ausstehe.

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