Flüchtlinge

30 neue Flüchtlinge kommen nach Halver

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Das Haus Frommann dient derzeit nur als Reserve und wird nicht als Flüchtlingsunterkunft von der Stadt genutzt.

Halver - In dieser Woche kommen laut Bürgermeister Michael Brosch zehn neue Flüchtlinge nach Halver. In den kommenden zwei Wochen nimmt die Stadt 20 weitere auf.

Die Anzahl legt die Bezirksregierung Arnsberg anhand einer Quote fest. Geschaut wird dabei auf den unterschiedlichen Status der Flüchtlinge. Welche Menschen befinden sich noch im Anerkennungsverfahren. Welcher wurde schon anerkannt? Und welche Quote ist dementsprechend erfüllt? Berechnet wird das Ganze anhand der Einwohnerzahl und Fläche Stadt. 

Die Stadt Halver hat durch die Anerkennung einiger Flüchtlinge – circa 120 warten noch auf ihren Bescheid – sozusagen wieder Kapazitäten frei. Etwa eine Woche vor der Ankunft der Flüchtlinge erhält die Stadt Angaben zu den Personen, erklärt Thomas Gehring, Fachbereichsleiter für Bürgerdienste der Stadt. Sind es Familien mit Kindern, Einzelpersonen oder Paare – diese Infos helfen bei der anschließenden Planung weiter. „Danach und auch nach der Herkunft, wenn wir diese kennen, suchen wir die Unterkunft aus.“ 

Das sei inzwischen alles so eingespielt, dass innerhalb einer Woche alles ohne Probleme geregelt werden könne. Eventuelle Schwierigkeiten würden erst aufkommen, wenn „besondere Konstellationen“ in die Stadt kommen. Ein Beispiel sei eine Familie mit einem behinderten Kind, da bedürfe es einer barrierefreien Wohnung. 

Hauptunterbringung am Bahnweg 

Untergebracht werden die Flüchtlinge vor allem am Bahnweg, dort ist der Hauptunterbringungsort. „Am Kirchlöher Weg haben wir zusätzlich Wohnungen angemietet“, sagt Michael Brosch. 

Hinzu kommen Angebote aus der Bevölkerung und die Hilfe der Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle (WHS). „Wenn eine Familie in einer Wohnung der WHS untergekommen ist, versucht die Gesellschaft, die Menschen nach der Anerkennung in der Wohnung als Mieter zu lassen“, erklärt der Bürgermeister. Dann bleibe den Flüchtlingen ein erneutes Umziehen erspart. 

Ende 2015, als viele Flüchtlinge nach Halver kamen, wurde auch die ehemalige Förderschule an der Susannenhöhe als Unterkunft genutzt. „Da sind die Flüchtlinge dann an der Bundesstraße 229 mit Einkaufstüten entlangspaziert“, sagt Brosch. Das sei gefährlich. Und auch die Entfernung zur Innenstadt in Halver sei problematisch. Daher diene das Gebäude momentan nicht mehr als Unterbringung.

Auch das Haus Frommann war zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft im Gespräch. „Doch das haben wir noch nicht benötigt. Wir sind froh darüber, dass wir beide Gebäude nicht brauchen.“ Sie dienen als Reserve. Bis zum Jahresende möchte die Politik die Situation auch nicht verändern. Danach müsse man schauen, wie die Situation sich entwickelt habe. 

Flüchtlingshilfe leistet viel 

Unterstützt wird die Stadt von den Mitgliedern der Flüchtlingshilfe. „Ohne die könnten wir das alles gar nicht leisten“, sagt Michael Brosch. Die Ehrenamtlichen helfen von Anfang an, zum Beispiel bei der Ausstattung der Unterkünfte. Vom Deutschunterricht bis zur Begleitung bei Behördengängen bietet die Flüchtlingshilfe alles an. 

Wenn die neuen Flüchtlinge in dieser Woche kommen, ist die Situation ein wenig anders. „Sie kommen sofort ins ,Move’“, sagt Marita Plattfaut von der Flüchtlingshilfe. „Damit wir sie kennenlernen und sie uns.“ So kommen die Neuankömmlinge direkt mit ihren Ansprechpartnern ins Gespräch und wissen, wo sie Hilfe bekommen, wenn sie welche brauchen. An welchem Tag genau die ersten zehn Flüchtlinge ankommen, ist nicht klar.

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