Wintertipp des Experten: Streusalz am effektivsten

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Die Halveraner Bürger, wie hier Emil Börsch, kommen im Regelfall zügig ihrer Streupflicht nach.

Halver - Am Mittwoch fielen die ersten weißen Flocken in Halver vom Himmel und das Thermometer zeigte morgens Minusgrade an. Der Winter ist auch in der Stadt im Grünen sichtbar angekommen. Doch dieser bringt nicht nur kalte Temperaturen, sondern auch Eis und Schnee mit sich, die für die Bürger – zu Fuß und im Auto – schnell zur Gefahr werden können.

Von Benny Finger

Beim Baubetriebshof der Stadt Halver sind die Mitarbeiter seit Wochen für die kalte Jahreszeit bereit. Bereits seit Ende Oktober liefen die Vorbereitungen auf den Winterdienst. „450 Tonnen Streusalz sind in unserem gut gefüllten Lager. Durch den milden Winter des vergangenen Jahres hatten wir noch so viele Reserven, dass wir bisher kein Salz nachbestellen mussten“, sagte Hans-Jörg Ecks, Leiter des Betriebshofs.

Die Schicht im Winterdienst beginnt für die insgesamt acht Mitarbeiter – „plus Fußtruppen“ – bereits morgens gegen 4 Uhr. Ab 4.30 Uhr seien sie in den Räum- und Streufahrzeugen unterwegs, so dass spätestens um 6 Uhr die Hauptverkehrswege alle möglichst sicher befahr- und begehbar seien. Hierfür nutzen die Mitarbeiter ein Salzwassergemisch (27 Prozent Salzanteil) – aus der eigenen Salzlöseanlage – das effektiv eingesetzt wird. „Es wirbelt weniger auf, haftet direkt auf der Straße und hat einen direkten Taueffekt“, erklärt Ecks das Gemisch. Für die Bürger empfiehlt er ebenfalls die Nutzung von Streusalz, jedoch „der Umwelt zu Liebe in Maßen.“

Doch nicht nur die Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs stehen bei Eis und Schnee in der Pflicht, die Wege begehbar zu halten. In der Zeit zwischen 7 und 20 Uhr (werktags) ist jeder Bürger verpflichtet, die Gehwege vor dem eigenen Grundstück von Eis und Schnee zu befreien und anschließend zu streuen. Sonn- und Feiertags gilt dies ab 9 Uhr morgens. Bei Zuwiderhandlungen droht ein Bußgeld zwischen 2,50 und 500 Euro.

„Wir kontrollieren das regelmäßig, allerdings sind die Halveraner Bürger sehr verantwortungsbewusst und kennen ihre winterbedingten Pflichten“, sagt der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Dieter Neubauer. Es sei eher selten, dass man die Bürger – erst telefonisch, danach schriftlich – auf ihre Räumungspflichten aufmerksam machen müsste: „Maximal 10 Personen sind dies pro Wintersaison.“ Es stecke in der Regel kein Vorsatz hinter der Vernachlässigung der Pflicht. Zumal die Grundstückseigentümer voll haften müssen.

„Vorgegeben ist, dass beim Fußweg mindestens zwei Personen problemlos aneinander vorbeigehen können müssen“, empfiehlt Dieter Neubauer für die Gehwegräumung.

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