Stadt bunkert 400 Tonnen Streusalz

Das städtische Salzlager ist gut gefüllt: Björn Dembski, Mitarbeiter des Baubetriebshof, schichtet das Streugut mit dem Radlader – und auch die Maschinen sind bereits durchgecheckt. ▪ Weber

HALVER ▪ Salz bestellt. Einsatzplan erstellt. Fahrzeuge gecheckt. Wenn’s nach den Mitarbeitern des Baubetriebshof geht, kann der Winter kommen. Aber wenn es nach Kämmerer Markus Tempelmann geht, braucht es gar nicht erst zu schneien. Denn je mehr Schnee fällt, desto mehr zahlt der Bürger am Ende für die Straßenreinigung.

Der vergangene Winter war hart. Und teuer – sehr teuer. Wegen des heftigen Schneefalls und der extremen Glätte waren die Mitarbeiter des Baubetriebshof sowie externe Unternehmen fast im Dauereinsatz. In Zahlen bedeutet das für den Posten „Straßenreinigungsgebühren“ ein Minus von rund 700 000 Euro im städtischen Haushalt. Kämmerer Markus Tempelmann findet klare Worte: „Das war ein exorbitant schlechter Winter.“

Der Finanzexperte hofft, dass in der kommenden Saison weniger Schnee fallen wird. Denn alles was am Ende fehlt, muss innerhalb der kommenden drei Jahre wieder zurück in die Kasse kommen. Für die Halveraner bedeutet das zwangsläufig einen Anstieg der Gebühren. Wie viel genau, das stellt Markus Tempelmann am Mittwoch im Finanzausschuss vor.

Gelassenheit herrscht derzeit bei den Mitarbeitern des Baubetriebshof. Erstens, weil die Temperaturen noch längst nicht Richtung Gefrierpunkt wandern. Zweitens, weil sie gut vorbereitet sind: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagt Leiter Raimund Baytz. Das heißt: Sein Team hat bereits alle Geräte einmal zusammengebaut und durchgecheckt sowie kleinere, technische Defekte behoben.

Aber das Wichtigste: Das städtische Salzlager ist gut gefüllt. Baytz: „Wir haben rund 400 Tonnen Streusalz geordert. Damit sind wir erstmal gut aufgestellt.“ Zusätzlich liegen zehn Paletten mit Streugut für die Fußkollonnen bereit – also rund acht Tonnen, verpackt in kleinen Säcken.

Für den Bauhof-Chef ist das Thema „Salz“ generell ein sehr Leidiges: „Im Prinzip ist es doch immer dasselbe. Wir haben eben laut Straßenreinigungssatzung unsere Prioritäten.“ Die Hauptstrecken hätten dabei natürlich immer Vorrang vor den Nebenstraßen. Er wünscht sich von den Halveranern grunsätzlich mehr Verständnis für die Arbeit des Baubetriebshof während der kalten Jahreszeit und appelliert: „Wenn viele Halveraner im Winter umsichtiger parken würden, kämen wir auch besser mit den großen Maschinen und Fahrzeugen voran.“ Das sei teilweise so eng, dass es die Arbeit erschweren und dadurch auch verzögern würde. ▪ Lisa Weber

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