Stadt und Agilis GmbH stimmen Vergleich zu

Foto: F. Zacharias

HALVER/HAGEN - Mit einem Vergleich endete die Auseinandersetzung zwischen der Stadt Halver und der Agilis GmbH, die den Franz-Dobrikat-Sportplatz betreibt. Beide Parteien können allerdings noch bis zum 16. September klären, ob sie den getroffenen Vergleich rechtskräftig werden lassen.

Mit Blick auf die bestehenden Verträge der Stadt mit RWE über Wärmelieferung wurde vereinbart, dass Agilis die von ihr installierte Flüssiggasanlage bis Ende des Jahres abbaut. Außerdem muss der Betreiber fünf Jahre lang je 3000 Euro für Ausgleichsmaßnahmen zahlen, mit denen neue Bäume zum Ausgleich für gefällte Birken gepflanzt werden sollen. Die Stadt verpflichtete sich im Gegenzug zur Weiterzahlung ihres vorübergehend eingefrorenen Kostenbeitrages in Höhe von 7000 Euro pro Quartal. Die ausstehenden drei Raten, insgesamt also 21 000 Euro, sollen nach Ablauf der Widerspruchsfrist gezahlt werden.

Außerdem sicherte die Stadt zu, die Verantwortung für die hygienischen Standards in den Duschräumen zu gewährleisten. Regelmäßige Spülungen sollen dauerhaft die Wiederkehr von Legionellen-Bakterien verhindern, das Gesundheitsamt soll dies prüfen. Vor allem dieser Punkt war dem Agilis-Geschäftsführer wichtig gewesen. Er wollte eine Wiederholungsgefahr eines Legionellen-Befalls der Anlage im Jahr 2007 ausschließen.

Manchmal tut der ernste Rahmen eines Landgerichts allen Beteiligten gut. In der Verhandlung vor einer Zivilrichterin machten alle Parteien von Anfang an deutlich, dass sie willens waren, den Streit aus der Welt zu schaffen. Zur konstruktiven Gesprächsatmosphäre trug auch bei, dass seitens der Stadt Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Kämmerer Markus Tempelmann mit in den juristischen Ring gestiegen waren. Die Agilis GmbH wurde durch ihren Geschäftsführer Dieter Hoffmann vertreten. Den Durchbruch schafften die Beteiligten gemeinsam in einer für beide einzelnen Streitparteien gedachten Zwischenberatung. Am Ende dieses Gesprächs wurde sogar gescherzt – ein gutes Omen für die vorläufige Zustimmung zum gefundenen Kompromiss.

Von Thomas Krumm

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