Spur 1-Treffen des MC Halver lockt viele Gäste an

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Es gab viel zum Staunen und Beobachten – Das „Große Spur 1 Modultreffen“, ausgerichtet vom Modelleisenbahnclub Halver, lockte am Samstag und Sonntag viele Besucher in die Sporthalle an der Mühlenstraße. - Foto: Dettlaff

Halver -  In Halver rollten am Wochenende Züge – schnaufende Dampfloks und leise surrende Elektrotriebwagen. Mit dem Modultreffen, das die Modelleisenbahnfreunde Halver anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums ausgerichtet hatten, machten sie Halver zum Anziehungspunkt der Miniatureisenbahnfreunde aus vielen Teilen Deutschlands sowie aus Belgien.

Die Sporthalle an der Mühlenstraße bot nicht nur genug Platz für die vielen Module der Spur 1. Die Zuschauer hatten darüber hinaus die Wahl, ob sie die Anlage bequem von den Rängen in Augenschein nehmen wollten, oder das Geschehen lieber direkt von der Gleiskante aus beobachten wollten, um zu sehen, welche Waren die einzelnen Waggons geladen hatten.

Die Idee dieser großen Ausstellung hatte der Vereinsvorsitzende Peter Bell. Die Vorbereitungen begannen am 9. September 2013. Im Vorfeld war im „Spur 1 Forum“ im Internet diskutiert worden, ob ein solches Treffen statt im Niedersächsischen Borken nicht einmal in Nordrhein-Westfalen stattfinden sollte. Und als Bell von seinen Vorstandskollegen „grünes Licht“ für die Austragung der Großveranstaltung erhielt, machte er sich an die Planung. Er beauftragte Holger Danz aus Jena, der im vergangenen Jahr in Leipzig das weltgrößte „Spur 1 Modultreffen“ organisiert hatte, einen Gleisplan zu erstellen. Nach dieser Vorlage wurden die einzelnen Teilstücke aneinander gereiht.

Und auf einer Länge von 1000 Metern zogen die Züge, teils mit Gütern wie Kohle, orangefarbenen Baumaschinen oder fabrikneuen VW Käfer, Bullis oder Karmann Gia aus den 1960er Jahren, ihre Kreise in der Halle. Zur Freude der zahlreichen Zuschauer. Nicht nur Bell bewunderte den maßstabsgetreuen Nachbau der Lingener Entladestation.

MC-Vorsitzender Peter Bell konnte auch ausstellende Clubs aus Belgien in die Stadt im Grünen holen. - Foto: Dettlaff

Die „Leuvensee sporeen vrienden“ aus Belgien hatten ein Jahr lang im Fotoarchiv der Stadt recherchiert, bis die Industriekulisse endlich gebaut werden konnte. Sie wurde immer wieder von zahlreichen Besuchern bestaunt. „Mir gefallen besonders die detailgetreuen Nachbauten der Bahnhöfe“, sagte Oliver Lang, der sich die Ausstellung gemeinsam mit der Familie ansah. Junge und alte, kleine und große Besucher schauten fasziniert auf die verrußten Fabrikfassaden, wo Arbeiter gerade Waren entluden.

Nicht nur Bell, die übrigen Vereinsmitglieder sowie deren Frauen freuten sich, dass die Züge nicht ins Stocken gerieten. Auch zahlreiche Hobbyfotografen wurden hier fündig bei der Jagd nach interessanten Motiven. Die Frage, ob es eine Wiederholung des Modultreffens in Halver geben werde, ließ Bell zunächst offen. „Das ist erstmal eine einmalige Veranstaltung“, sagte er. Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das Treffen steigert gewiss zudem den Bekanntheitsgrad von Halver. - von Ursula Dettlaff

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