Sportlicher Austausch klappt ohne viele Worte

Barrierefrei: Beim Sport mussten die deutschen und französischen Schüler mal nicht über Vokabeln nachdenken. Und beim Erklären der Regeln halfen die Lehrer. ▪ Weber

HALVER ▪ Sport verbindet – und klappt auch (fast) ohne Worte. Am Mittwoch haben deutsche und französische Schüler einen Parcours à la Takeshi’s Castle absolviert.

Das war natürlich nur eine von vielen Aktionen, die die Gäste vom Collége Jean Mermox in Fáches-Thumesnil zurzeit geboten bekommen. Auch Besuche der Phänomenta oder des Freilichtmuseums Hagen stehen an. 15 Jugendliche sind mit den Lehrerinnen Ludivine Debacq und Magalie Vandevyver zu Gast in Halver.

Doch im Fokus steht der gegenseitige Austausch, das Kennenlernen, das Reden. Und das gestaltet sich teilweise ganz schön schwierig. „Die Schüler brauchen eine hohe Frustrationstoleranz“, sagt Claudia Hartmann, die das Programm zusammen mit Ingrid Stobbe organisiert. Es sei trotz drei Jahren Französischunterricht eine große Herausforderung, sich untereinander zu verständigen: „Man versteht erstmal nichts.“

Generell seien die Realschüler aber sprachlich fitter, als die Franzosen es in Deutsch sind. Und: Claudia Hartmann betont, dass eine große Portion Mut dazugehört, für eine Woche in einer fremden Familie zu leben.

Es ist bereits das 19. Jahr, in dem die Realschule am Austausch teilnimmt. Nachdem die Halveraner Anfang des Jahres zu Gast in Fáches-Thumesnil, bei Lille, waren, gibt’s jetzt den Gegenbesuch.

Der soll morgen Abend mit einer großen Abschluss-Party in der Aula enden. Dann wollen auch Schüler dabei sein, die im vergangenen Jahr französische Gäste hatten. Denn obwohl die Zeit kurz ist, es entstehen unter den Jugendlichen hin und wieder auch Freundschaften. ▪ Lisa Weber

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