Hallenboden: Stadt lässt Gutachten erstellen

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Der Hallenboden an der Mühlenstraße war auch Thema im Schul- und Kulturausschuss. ▪

HALVER ▪ Der Boden der Sporthalle an der Mühlenstraße war am Montagabend auch Thema im Schul- und Kulturausschuss. Dabei sorgte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker mit der Ankündigung, selbst ein Gutachten in Auftrag geben zu lassen, für eine Überraschung.

Werner Lemmert, der für die UWG um eine entsprechende Erweiterung der Tagesordnung gebeten hatte, verwies zunächst auf ein Schreiben der SG Schalksmühle-Halver (SGSH), das nicht nur Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, sondern sämtlichen Fraktionsvorsitzenden vorliegt: Darin bietet Ken Börner, Vorsitzender der SGSH, der Stadt an, auf Kosten des Handballvereins ein Gutachten zur Prüfung des Hallenbodens erstellen zu lassen. Doch dieses Angebot will die Verwaltung offenbar nicht annehmen: Wie der Bürgermeister am Montag erklärte, habe die Stadt bereits selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben – zur Überraschung von Dr. Sabine Wallmann (UWG) und Regina Büchmann (Grüne), die sich erstaunt darüber zeigten, dass die Stadt das Angebot der Kostenübernahme durch die SGSH somit ausschlage. Kämmerer Markus Tempelmann verwies jedoch auf den Wunsch „nach Neutralität“ bei der Begutachtung. „Wir wollen ein objektives Gutachten“, sagte auch Bernd Eicker.

Für Sabine Wallmann steht indes fest, dass der Boden bei einem negativen Gutachten zwar ohnehin erneuert werden muss, man aber auch bei einer zunächst positiven Bewertung überlegen müsse, ob und wie man mittelfristig Veränderungen realisieren kann – auch unter Einbeziehung von Verein und Bürgern. Bürgermeister Eicker erklärte jedoch, dass es sich bei dem Untergrund an der Mühlenstraße um einen so genannten punktelastischen Boden handele, der in den vergangenen 36 Jahren zu keiner Zeit in der Kritik stand und die Anforderungen immer erfüllte. Die Bedenken der SGSH nach der Verletzung von Jan Stuhldreher (wir berichteten) könne er zwar gut verstehen, doch gingen die Äußerungen über den Hallenboden selbst aus der Handballszene „in unterschiedliche Richtungen“, wie Eicker sagte.

Das nun im Auftrag der Stadt zu erstellende Gutachten soll spätestens zur Sitzung des Sport- und Freizeitausschusses am Donnerstag, 15. November, zur weiteren Beratung vorliegen. ▪ Frank Zacharias

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