Sportförderung

Die Friedrichshöhe als Großbaustelle

TuS Ennepe Fußball Friedrichshöhe Umbau Sportlerheim
+
Ein Teil des Baustellenteams an der Friedrichshöhe: Heribert Wingenbach, der ehemalige 1. Vorsitzende Gerd Rottschy und Schatzmeister Dr. Bernd Eicker (von links) sind nur drei von vielen Mitgliedern des TuS Ennepe, die kräftig mit anpacken beim Umbau des Vereinsheimes.

Im laufenden Betrieb baut der TuS Ennepe sein Sportlerheim an der Friedrichshöhe um. Teil eins des Großprojekts hat bereits erkennbare Formen angenommen.

Halver - Der herbstliche Nieselregen, der über der FK-Söhnchen-Arena in Schwenke niedergeht, hat keinen Einfluss auf die Laune der „Männer vom Bau“. Im Gegenteil: Dr. Bernd Eicker, Schatzmeister des TuS Ennepe, ist dieser Tage besonders gut drauf. Denn: Kürzlich hat der Rat der Stadt Halver dem Verein von der Friedrichshöhe einen „Nachschlag“ von 45 000 Euro zum Umbau des Vereinsheims bewilligt. Der ist nötig geworden, um angesichts rasant gestiegener Materialkosten das Projekt fristgerecht abzuschließen und so in den Genuss der Fördermittel aus dem Programm „Moderne Sportstätten 2022“ zu kommen.

Eine ganze Menge ist inzwischen passiert an der Friedrichshöhe. Das Gros von Teil eins der Doppelmaßnahme ist beendet. Der ehemalige Lagerraum – im Vereinsjargon „die alte Küche“ – ist in den vergangenen Wochen umgebaut und vergrößert worden. Entstanden ist im hinteren Teil des Gebäudes (vom Eingang aus betrachtet links) ein Besprechungsraum, in dem künftig die Schiedsrichter den elektronischen Spielbericht ausfüllen und von einem kleinen Tresen aus Getränke verkauft werden. Durch den Anbau an das Gebäude in Richtung Straße steht nunmehr so viel Platz zur Verfügung, dass auch Besprechungen oder kleine Feiern in diesen Räumlichkeiten abgehalten werden können. Innenarbeiten stehen noch aus, und auch die großen Türen in Richtung Fußballplatz fehlen noch, doch eine Vorstellung davon, wie es künftig aussieht, hat man bereits.

Mitglieder mit viel Eigenleistung

Dr. Bernd Eicker ist voll des Lobes, mit wie viel Manpower die Mitglieder etliche Arbeiten in Eigenleistung erledigt haben. Angeführt vom ehemaligen 1. Vorsitzenden Gerd Rottschy wird zur Zeit fast jeden Tag am Umbau gearbeitet. Vornehmlich die Rentner und Pensionäre des Vereins sind unermüdlich im Einsatz. An diesem Tag ist Heribert Wingenbach mit von der Partie. „Ich kann nur Abrissarbeiten“, schmunzelt das langjährige Vereinsmitglied und sucht sich gleich das nächste Betätigungsfeld.

„Es ist fantastisch, wie das hier funktioniert“, freut sich Bernd Eicker, gleichwohl auch während der Arbeiten an dem alten Gebäude immer wieder Umplanungen vorgenommen werden. Und das echte Großprojekt wartet erst noch. Die alte Holzbaracke, die bislang nur über eine fünfstufige Treppe zu erreichen war, wird abgerissen, ein dann barrierefrei zugänglicher Neubau als Ersatz errichtet. Der enthält dann zwei Umkleidekabinen, die sich im Moment noch im Keller befinden. Der wird verfüllt. In diesem Zuge wird auch die kleine Turnhalle, in der nicht nur der Schwenker Karneval, sondern auch verschiedene Kurs- und Übungsstunden stattfinden, um rund drei Meter verlängert.

Lagerraum und Baustelle: Die kleine Turnhalle an der Friedrichshöhe ist im Vorgriff auf das nächste Umbauprojekt schon nicht mehr benutzbar.

„Wir wollen bis zum Winter mit den großen Arbeiten fertig sein“, skizziert Bernd Eicker den groben Zeitplan, „um dann in der kalten Jahreszeit mit den Innenarbeiten weitermachen zu können. Logistisch wird das eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe. Denn: Während der Bauarbeiten fehlen zwei Kabinen. Es wird also eng, wenn ab dem Spätsommer der reguläre Spielbetrieb wieder aufgenommen werden soll.

Wenn aber alles fertig ist, stehen zwei neue Umkleidekabinen zur Verfügung, neue Sanitäranlagen und ein Gebäude, das energetisch auf dem neuesten Stand ist. „Dann brauchen wir noch Fotovoltaik auf dem Dach“, sagt Heribert Wingenbach. „So geht das hier laufend“, schmunzelt Bernd Eicker, „es gibt viele sehr gute Ideen – aber das muss ja auch alles bezahlt werden.“

Eicker: „Unglaublich unbürokratisch“

Mit Blick auf das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ ist Eicker begeistert. „Da muss man das Land wirklich loben“, sagt der ehemalige Bürgermeister der Stadt Halver, „das läuft unglaublich unbürokratisch und effizient.“ Gleiches gelte auch für die Mittelverteilung vor Ort.

Unter organisatorischer Federführung des Stadtsportverbandes hatten sich interessierte Halveraner Vereine zusammengesetzt und die zur Verfügung stehenden 300 000 Euro aufgeteilt. „Freundschaftlich, ohne Neid – das ist top gelaufen“, zieht Bernd Eicker eine positive Zwischenbilanz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare