Sparkasse überreicht Schlüssel für „alte Post“ an ABWS

Udo Lütteken (2. von links) und Lothar Kiera (rechts) von der Sparkasse überreichten ABWS-Geschäftsführer Bernhard Hoppe und Prokuristin Beate Krüger symbolisch den Schlüssel zur „alten Post“. Mit dabei: Wirtschaftsprüfer Guido Benninghaus (links). ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Es gehört zu den markantesten Gebäuden in der Innenstadt, denn der einstige Sitz der Post beeindruckt nicht zuletzt aufgrund seiner Größe: 380 Quadratmeter allein im Keller- und Erd-, 191 im Obergeschoss. Viel Platz, von dem ein großer Teil lange Zeit aber nicht genutzt wurde. Bis jetzt.

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe erhielt die „alte Post“ gestern ganz offiziell einen neuen Besitzer – wenn der wirtschaftliche Übergang auch bereits im vergangenen Juli stattgefunden hatte. Die Sparkasse Lüdenscheid verkaufte das Objekt an das heimische Bausanierungsunternehmen ABWS. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Geschäftsführer Bernhard Hoppe freute sich gestern, die neuen Räume offiziell eröffnen zu können – denn die alten Räume an der Kirchstraße hätten nicht mehr ausgereicht. „Wir haben jetzt vielleicht sogar das Dreifache an Platz“, so Hoppe, der nicht nur Udo Lütteken und Lothar Kiera vom Vorstand der Sparkasse begrüßte, sondern zahlreiche weitere Besucher, die dem ABWS-Team zur Einweihung die besten Wünsche überbrachten.

Das Gebäude an der Ecke Frankfurter-/Bahnhofstraße hat eine bewegte Geschichte: 1907 wurde es als neuer Sitz der Post in Halver eingeweiht, bis ins Jahr 2008 konnten die Halveraner hier ihre Pakete abgeben und sonstige Postangelegenheiten klären. Bereits zuvor war an der Bahnhofstraße das erste Obergeschoss frei geworden, in dem bis zum vergangenen Jahr die Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau ihren Sitz hatte – als Mieter der Sparkasse Lüdenscheid, die das Gebäude bereits im Jahr 1997 von der Deutschen Post gekauft hatte. „Wir hatten damals an eine Erweiterung gedacht“, erinnerte Lothar Kiera gestern an die einstigen Pläne des Geldinstituts. Letztlich kam alles anders: Die Sparkasse zog ins neu errichtete Gebäude am ZOB um, die „alte Post“ konnte verkauft werden. Im Juli 2011 folgte dann der wirtschaftliche Übergang, der für Passanten anhand der „Wir bauen um“-Schilder in den Fenstern deutlich sichtbar wurde. Dass diese Hinweise recht lange Bestand hatten, habe jedoch seinen Grund, so Bernhard Hoppe. Schließlich gab es viel zu renovieren und sanieren. „Und natürlich sind wir selbst ein Handwerks-Unternehmen. Aber es ist eine Gratwanderung: Fahre ich raus zu den Kunden und verdiene Geld oder kümmere ich mich zunächst um das Gebäude?“ Man habe sich letztlich für den Kundenservice entschieden und dafür eine längere Umbauphase in Kauf genommen.

Nun verfügt ABWS, an dem elf Gesellschafter aus der Handwerksbranche beteiligt sind, über genug Platz für die 30 gewerblichen und 13 käufmännischen Mitarbeiter. Dazu soll im Erdgeschoss eine Verkaufsfläche für drei der Gesellschafter eingerichtet werden. Die Fläche der einstigen Postfiliale indes könne eventuell für Ausstellungen interessierter Handwerksfirmen genutzt werden, erklärte Berndhard Hoppe gestern. Für ABWS gibt es also ebenso viel Platz wie Ideen – doch ist ein weiterer Ausbau laut Hoppe angesichts der guten Auftragslage nicht auszuschließen: Das Dachgeschoss sei schließlich ebenfalls noch nutzbar. ▪ Frank Zacharias

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