Spannende Wanderung durch das alte Halver

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Der CDU Ortsverein nahm an der Stadtführung durch das alte Halver teil.

Halver - Zur Vorstellung ihres Landtagskandidaten Ralf Schwarzkopf verknüpfte die CDU Halver am Sonntag einen Stadtrundgang mit einem Kaffeetrinken im Kulturbahnhof.

Für den Stadtrundgang konnte die heimische CDU Peter Bell vom Heimatverein gewinnen. 

50 Interessierte – weit mehr als erwartet – folgten der Einladung zu der stadtgeschichtlichen Tour. Vom Kulturbahnhof, der Start und Ziel des eineinhalbstündigen Rundgangs war, verlief der Weg über die Frankfurter Straße, die Marktstraße und die Hermann-Köhler-Straße bis zur Villa Wippermann, wo das Regionalmuseum seinen Platz gefunden hat. Bell brachte den Teilnehmern die Geschichte historischer Gebäude, der Straßennamen und der Kirchen der Stadt nahe. 

Peter Bell vom Heimatverein übernahm die Führung.

Schon der Kulturbahnhof bot Gelegenheit, in die Vergangenheit zurückzukehren. Auf die Einweihung des Bahnhofsgebäudes der ehemaligen Staatsbahn am 1. Juli 1910, große Erdbewegungen, die für den Bau des Halveraner Bahnhofs notwendig waren und den Einsatz von Kroaten als Bauarbeitern, ging Bell ein. 

„1977 fuhr der letzte planmäßige Zug“, erklärte er. An der Frankfurter Straße, wo die Gruppe am früheren Königlich-Kaiserlichen Postamt Halt machte, erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Halveraner Straßennamen. Nach Handelswegen und Himmelsrichtungen seien die Straßen um 1900 benannt worden. Im Falle der Frankfurter Straße traf die Benennung nach Handelswegen zu. Auch die Karlshöhe – nach Karl Isenburg (Erbauer einer Festhalle) benannt – und das Osterhaus, das einst das östlichste Haus Halvers war, fanden Erwähnung. 

Nicolai Kirche

An der Nicolai Kirche erinnerte Bell an das Runde Eck, das 1961 aus dem Stadtbild verschwand. 

Darüber hinaus erfuhr die Gruppe, dass die Marktstraße einst Kronprinzenstraße hieß – in Erinnerung eines Besuchs von Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen im Hause Wippermann. Ferner, dass an der Leye, nach den Leyendeckern (Schieferdeckern) benannt, ein vier Meter hohes Denkmal für die im Freiheitskrieg von 1815 gefallenen Halveraner Christian Dahlhaus und Peter Sinn stand. „Das Denkmal wurde 1956 abgerissen.“ 

Viele historisch bedeutsame Ereignisse und Personen – darunter den weltweit agierenden Evangelisten Gerhard Bergmann – rief er in Erinnerung. Über den Hohenzollernpark, einst Begräbnisplatz der evangelischen Kirche, ging der Weg zur Villa Wippermann, der gegenüber dem Krankenhaus (Wichernhaus) lag. In der Villa erkundeten die Besucher das Museum. 

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