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Späte Entscheidung: SGSH-Spiel muss um eine Stunde verlegt werden

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Von: Thomas Machatzke

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Zuschauer beim Handball
Die SGSH-Fans an der Mühlenstraße müssen umdisponieren - das Spiel der SGSH gegen Gummersbach II findet am Sonntag erst um 18 Uhr statt. © Thomas Machatzke

Am Totensonntag, einem stillen Feiertag, gibt es in NRW ein allgemeines Sportverbot. Deshalb hat die Stadt Halver die SGSH am Freitag aufgefordert, dass Sonntag-Heimspiel gegen Gummersbach II um eine Stunde von 17 Uhr auf 18 Uhr zu verlegen.

Halver – Späte Korrektur: Am Freitagmorgen teilte die Stadt Halver dem Handball-Drittligisten SGSH Dragons mit, dass das Heimspiel gegen den VfL Gummersbach II um eine Stunde nach hinten verschoben werden muss. Ursprünglich hatte die SGSH um 17 Uhr in der Halle an der Mühlenstraße gegen die Oberbergischen antreten wollen.

Der Totensonntag gilt allerdings als stiller Feiertag. Sportveranstaltungen sind bis 18 Uhr streng untersagt. So wird die Partie nun erst um 18 Uhr angepfiffen.

Man habe den stillen Feiertag bei der ursprünglichen Planung nicht auf dem Schirm gehabt, hieß es von Seiten der Verwaltung, am Freitag sei dies aber einem Mitarbeiter im Rathaus aufgefallen. Deshalb sei man mit dem Handballverein in Kontakt getreten und habe eine Verlegung des Anwurfes auf 18 Uhr verfügt. Auch Speisen und Getränke dürfen am Sonntag beim Drittliga-Heimspiel erst ab 18 Uhr angeboten werden.

Späte Entscheidung: SGSH-Spiel muss um eine Stunde verlegt werden

„Das Ordnungsamt wird die Einhaltung der Zeit überprüfen, hat man uns mitgeteilt“, stellte Axel Vormann, Sportlicher Leiter der SGSH, fest. Bei den Dragons hielt sich die Begeisterung über die späte Verlegung in Grenzen. Sie durften am Freitagmittag Staffelleiter Andreas Tiemann ebenso informieren wie den Gast aus Gummersbach. „Wir sind davon ausgegangen, dass das Sportverbot nicht für den Profisportbereich gilt“, sagt Vormann.

Tatsächlich spielen zum Beispiel auch die Iserlohn Roosters am Sonntag um 14 Uhr. Die Fußball-Bundesliga hält sich ebenfalls nicht an die Feiertagsruhe. Im Zuge der Corona-Pandemie war sehr offen die Frage diskutiert worden, ob Drittliga-Handball als Profisport anzusehen ist. Während andere Kreise und Kommunen sich mit dieser Definition schwer taten, hatten die Kommunen in Schalksmühle und Halver dies so gesehen und den SGSH-Handballern auch im Lockdown früher als Amateursportlern wieder das Training erlaubt. Im Fall der Feiertagsruhe ist die Auslegung nun allerdings eine andere. Die Dinge bleiben kompliziert.

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