Leerstände managen?

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Halver - „Wir sind da hochgradig sensibilisiert“, sagt Bürgermeister Michael Brosch mit Blick auf eine ganze Reihe von Leerständen insbesondere an der Frankfurter Straße. Über konkrete Maßnahmen im Rahmen eines Leerstands-Managements zu reden, sei zurzeit noch zu früh.

„Wir müssen zunächst hausintern darüber sprechen und das abstimmen“, sagt Brosch auf Anfrage des AA. 

Die Situation der Geschäfte an der Frankfurter Straße beschäftigt derzeit viele Bürger. Letzter Auslöser der Debatten war Ende September die Geschäftsaufgabe der Drogerie Scholz, die sich dem absehbaren Konkurrenzdruck durch die Drogeriekette Rossmann im neuen Fachmarktzentrum nicht mehr stellen wollte. Mit dem Wechsel des Outlet Stores von der Frankfurter Straße ins neue Zentrum ist ein weiteres Geschäft nicht mehr in der ursprünglichen Einkaufsstraße der Stadt zu finden. 

Wie man mit der Situation nun umgeht, kann und will Brosch zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Klar sei aus seiner Sicht aber das Ziel: eine möglichst kompakte Ladenstruktur an der Frankfurter- und an der Bahnhofstraße. Der unregelmäßige Wechsel von belegten und unbelegten Flächen mache die Straße auf Dauer unattraktiv. 

Auf der anderen Seite bestünden für die Stadt Halver selbst nur bedingte Einflussmöglichkeiten. Man könne mit den Eigentümern das Gespräch suchen, doch die letzte Entscheidung liege letztlich bei ihnen. „Wir sitzen da eher in der zweiten Reihe.“ 

Für Nachdenklichkeit sorgt die Situation auch bei den Händlern des Wochenmarkts. Viele von ihnen würden den freitäglichen Markt lieber in der Nähe des Fachmarktzentrums sehen, idealerweise am Kulturbahnhof. Die Stadt argumentiert, dass der Markt als belebender Faktor für die Frankfurter Straße wichtig sei. Doch das sehen einige unter den Händlern nicht so. Mit der Schließung der Drogerie Scholz gebe es kaum noch selbstständigen Einzelhandel an der Straße, der auf die höhere Fluktuation durch den Markt angewiesen sei. Und sollten sich zentrale Stände wie der für Fisch und Gemüse zurückziehen, würde dies das Ende für den Wochenmarkt bedeuten, so ihre Befürchtung.

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