Mit der Sonne kommt der Sommerreifen: Werkstätten in Halver haben viel zu tun

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Michael Keller (links) und Frank Turck wissen, worauf es beim fachmännischen Reifenwechsel ankommt.

Halver - Kaum dass die Sonne heraus kommt und die Temperaturen steigen, geht es in den reifen-wechselnden Werkstätten zu wie im Taubenschlag: Zahlreiche Autofahrer wollen an ihrem fahrbaren Untersatz die der warmen Jahreszeit angemessene Bereifung anbringen lassen.

„Für unsere Auszubildenden ist das eine sehr anstrengende Zeit“, sagt Frank Turck, Inhaber von Autoprofi Turck. „Im Moment haben wir einen Termin nach dem anderen.“ Auch bei Reifen Blisginnis herrscht Hektik: „Es kommen unwahrscheinlich viele Kunden“, berichtet Birgit Blisginnis. Ungefähr 20 Kunden kämen jeden Tag allein wegen des Reifenwechsels in die Werkstatt. „Ab Ende März wird der Ansturm groß, dauert dann fünf bis sechs Wochen.“

15 Autos hat Turck pro Tag auf der Hebebühne, um sie fahrtüchtig für den Sommer zu machen. „Inklusive der Einlagerung dauert ein Reifenwechsel 20 bis 25 Minuten“, sagt Turck. „Dazu gehört bei uns unter anderem auch die Kontrolle der Bremsen“, gibt er zu Bedenken. Auch deshalb empfiehlt er, den Reifenwechsel unbedingt vom Fachmann durchführen zu lassen. Zudem könne schon ein kleiner Fehler oder eine Unachtsamkeit beim Reifenwechsel in der heimischen Garage fatale Folgen für die Sicherheit haben: „Das Rad kann sich zum Beispiel bei der Fahrt lösen.“

Regel „Von O bis O“ gilt nur bedingt

Überstürzt müsse der Autohalter jetzt jedoch nicht in die Werkstatt fahren. „Das kann man ganz entspannt angehen“, sagt Turck. Die Faustregel „Von O bis O“, also von Oktober bis Ostern, sei keine ideale Richtlinie. „Sich nach den Temperaturen zu richten ist die intelligentere Alternative“, sagt Turck. Autofahrer müssten jetzt nicht mehr auf Ostern warten, da sich die Temperaturen bereits in einem Bereich bewegten, der voraussichtlich keinen Schnee mehr erwarten lasse.

Den Allwetterreifen hält Frank Turck – zumindest in der hiesigen Region – für keine Alternative. „In Köln, Dortmund und dem restlichen Ruhrgebiet sind diese Reifen angebracht. Dort steigen die Verkäufe der Allwetter-Reifen sogar.“ Es sei auch eine Kostenfrage. Dennoch empfiehlt Turck seinen Kunden „rigoros zu tauschen.“ Wer plant, neue Winterreifen zu kaufen, sollte dies jetzt tun, denn sie werden zum Herbst hin immer teurer. „Sie dürfen nur nicht alt sein.“

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