Sitzverteilung im Rat bleibt nahezu unverändert

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Nach 18 Uhr ging es für die vielen Wahlhelfer, hier im Rathaus, ans Auszählen der Stimmen.

Halver - Für eine Überraschung sorgte der Ausgang der Kommunalwahl am Sonntagabend nicht. Die CDU bleibt, trotz minimalen Rückgangs, stärkste Fraktion im Stadtrat, dicht gefolgt von der SPD, die, ebenso wie UWG und Grüne, prozentuale Zugewinne verbuchen konnte. Verlierer ist die FDP, die fast fünf Prozentpunkte und zwei Ratssitze einbüßen muss. Auf großes Interesse stieß die Kommunalwahl bei den Bürgern nicht: Von 13 317 wahlberechtigten Halveranern entschieden sich gerade einmal 6088 für den Gang zur Urne.

Von Friederike Domke

Die Bürger haben entschieden: Mit 31,04 Prozent, in Summe 1869 Wählerstimmen, setzte sich die CDU in Halver an die Spitze und bleibt in der kommenden Legislaturperiode mit 11 Sitzen stärkste Kraft im Stadtrat. Mit 30,27 Prozentpunkten (1823 Wählerstimmen) liegt die SPD nur knapp dahinter und bezieht für die kommenden fünf Jahre, ebenso wie in der Vergangenheit, zehn Sitze im Rat. An der Verteilung hat sich auch für die drittstärkste Kraft, die UWG, nichts verändert. 18,52 Prozent bedeuten bei 1115 Wählerstimmen weiterhin sechs Sitze, wohingegen die Grünen bei einem Endergebnis von 13,93 Prozent (839 Stimmen) auf weiterhin fünf Sitze im Stadtrat kommen.

Verloren hat einzig die FDP. War sie bislang mit vier Politikern im Stadtrat vertreten, sind es in der kommenden Legislaturperiode nur noch zwei. Also eben jene Sitze, die im Zuge der Ratsverkleinerung zukünftig wegfallen. 376 Wähler machten für die Liberalen ein Kreuz auf dem Wahlschein.

FDP-Fraktionsvorsitzender Andreas Gerrath fand angesichts des Ergebnisses von 6,24 Prozent, und somit einem Verlust von 4,9 Prozent, dennoch positive Worte für den Ausgang der Wahl: „Ich freue mich sehr, dass wir den Fraktionsstatus von zwei Mandanten erreicht haben.“ Zwar sei es bedauerlich, dass die FDP zwei Sitze verloren habe, trotzdem sei man auch in Zukunft mitbestimmende Fraktion in Halver. „Der Trend der FDP ist vor Ort durchgeschlagen“, so Gerrath weiter, trotzdem habe man in Halver Schlimmeres verhindern können. „Wir konnten in der Vergangenheit Akzente setzen und uns vom europaweiten Trend absetzen. Das ist gut.“ In Halver, so Gerrath, habe die FDP gewonnen. Dennoch läge ein langer, steiniger Weg vor ihnen.

Große Freude herrschte kurz nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse hingegen bei den Grünen. „Wir sind sehr zufrieden und überglücklich“, zog Matthias Clever Bilanz. „Wir haben prozentual gewonnen und festigen uns in Halver immer mehr.“ Bei einem kleineren Rat bedeute die gleichbleibende Sitzverteilung für die Grünen eine deutliche Stärkung. „Wir haben zwei Wahlkreise direkt gewonnen und sehen uns in unserer Arbeit bestärkt“, so Clever.

Über die meisten Zugewinne, über zwei Prozent im Vergleich zu 2009, freute sich zudem SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Brosch. „Wir haben einen guten und fairen Wahlkampf geführt und schauen nun auf ein positives Resultat“, so Brosch angesichts der gerade einmal 0,77 Prozentpunkte, die der SPD auf die CDU fehlen. Das Ziel sei somit klar: „Beim nächsten Wahlkampf wollen wir stärkste Fraktion werden“, so Brosch.

Sehr zufrieden sind, trotz „erschreckend niedriger Wahlbeteiligung“, laut Fraktionsvorsitzenden Werner Lemmert auch die UWG-Mitglieder. „Wir haben unsere Ziele erreicht.“ Als drittstärkste Kraft im Rat wolle man auch weiterhin das „Salz in der Suppe“ sein. Nun wolle die UWG konstruktiv an die Arbeit und bevorstehende Aufgaben herantreten und verstärkt den Nachwuchs in die Ausschussaufgaben mit einbinden.

Leider war nach dem Auszählen der Wahlscheine niemand von der CDU-Fraktion für eine Stellungnahme zu erreichen. Der neue Rat der Stadt Halver soll sich am 17. Juni konstituieren.

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