Sinnwell will als Berater mitwirken

Die Grünen haben Werner Sinnwell aufgrund seiner Fachkenntnis als Berater vorgeschlagen.

HALVER ▪ Der von den Grünen als Berater ins Gespräch gebrachte Heimatforscher Werner Sinnwell begrüßt deren Antrag, Kriterien für „Persönlichkeiten“ Halvers festzulegen. Der ausgewiesene Kenner der Geschichte von Halver will im vorgeschlagenen Arbeitskreis an der geschichtlichen Aufbereitung von Lebensläufen bekannter Halveraner mitwirken.

„Ich will gerne beraten“, erklärt Sinnwell auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Der Heimatforscher ist vor Abgabe des Grünen-Antrages gefragt worden, ob er in dem möglichen neuen Gremium mitarbeiten würde. „Da habe ich zugesagt, denn ich finde es sehr positiv, dass sich junge Menschen mit der Geschichte Halvers beschäftigen und beispielsweise der Frage nachgehen, warum bestimmte Personen auf der Seite der Stadt Halver besonders hervorgehoben werden, warum andere Personen nicht, auf die Halver zu Recht stolz sein könnte.“

Sinnwell vermisst beispielsweise Ausführungen zu Harald Falk, der als Leiter der Musikantengilde 45 Jahre lang viel geleistet hätte. Und diese Verdienste würden sich auch in Auszeichnungen wie dem Bundesverdienstkreuz spiegeln. „So einen sucht man vergeblich.“ Mit deutlicher Kritik an den Schriftsteller Heinz Steguweit, wie in der Broschüre „Halver – deine Persönlichkeiten, Helden & Mythen“, hält sich Sinnwell zurück. Er selbst habe ihn in einem seiner Bücher zitiert. „Steguweit hat tolle Geschichten geschrieben.“ Die Darstellung des Lebens von Steguweit habe er auf ein Minimum reduziert. „Ich wusste um die Vergangenheit.“

Dass der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Matthias Clever nun eben diese in den Fokus nimmt, begrüßt Heimatforscher Sinnwell. „Jungen Menschen kann man es nicht verdenken, dass sie genauer hinsehen und nachbohren, wo Ältere – zu denen ich auch gehöre – längst keine Fragen mehr stellen.“

Da der Heimatforscher direkt als Berater von den Grünen vorgeschlagen wurde, legt Sinnwell Wert darauf, dass er nicht an der Antragstellung beteiligt war. „Ich kenne auch nicht die Broschüre, von der die Rede ist und habe auch den Antrag nicht gelesen.“

Für den Halveraner Autor zahlreicher Geschichtsbücher ist eine „ganz sachliche Weise“ der Auseinandersetzung mit den Persönlichkeiten von Halver und ihrer jeweiligen Vita wichtig. „Es kann nicht darum gehen, bestimmte Menschen zu diffamieren – dazu würde ich mich nie bereit erklären – sondern einfach um die Frage: Mit welchen Namen präsentiert sich die Stadt nach außen? Das führt zu einer Beschäftigung mit Halvers Geschichte, und wenn ich dabei helfen kann, will ich das gerne tun.“ Wie berichtet, beantragen die Grünen eine Aufstellung von objektiven Kriterien für die Ernennung einer „Persönlichkeit Halver“, die in der Ortssatzung verankert werden sollen. Die entsprechende Vorlage soll durch einen Arbeitskreis verfasst werden, in dem Werner Sinnwell als Berater fungieren könnte, da er „bereits mit seinen heimatgeschichtlichen Büchern einen unschätzbaren Beitrag zur Halveraner Geschichte geleistet hat“, unterstreicht Clever in dem Antrag. Darin wird auch eine Beratung über die Umbennung der Hermann-Köhler-Straße beantragt. ▪ Marco Fraune

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