„Singen macht glücklich!“

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Thorsten Potthoff (rechts) überreichte dem Chorleiter Albert Göken eine Urkunde des deutschen Chorverbandes und steckte ihm eine „Ehrenmarke“ an. ▪

OBERBRÜGGE ▪ Einen Chor zu leiten, bedeutet eine ganze Menge Arbeit, Disziplin und Engagement. Doch „nur“ einen einzigen Chor zu beschäftigen, käme für Albert Göken nicht in Frage – der 46-Jährige leitet gleich 20 Chöre auf einmal.

„Chorleiter zu sein, heißt für mich, eine persönliche Bindung zu allen beteiligten Sängern aufzubauen. Das ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen sorge ich durch meine Art für ein entsprechendes Wohlbefinden bei den Sängern beziehungsweise Sängerinnen, aber zugleich ist es auch eine Schwäche von mir, denn das bedeutet für mich, einfach nur unternehmerisch gesehen, unattraktiven Mehraufwand, den ich aber, ehrlich gesagt, nicht missen möchte.“ Albert Göken wurde im Rahmen einer Chorprobe des MGV Oberbrügge-Ehringhausen im Bürgerhaus für 25 Jahre Tätigkeit als Chorleiter geehrt. Thorsten Potthoff, der Vorsitzende des Sängerkreises Lüdenscheid, übergab dem 46-Jährigen im Namen des Präsidenten, Dr. Henning Scherf, und dem Vorsitzenden des Musikrates, Michael Blume, beide vom deutschen Chorverband, eine Urkunde und eine „Ehrenmarke“.

„Ich bin bin stolz, die Ehrung durchführen zu dürfen“, meinte Potthoff. Er ziehe seinen Hut vor Albert Göken, der die weite Anfahrt von Velen nach Oberbrügge seit elf Jahren auf sich nehme, um mit den begeisterten Sängern und Sängerinnen zu arbeiten. Darüber hinaus betonte der Kreisvorsitzende, dass Albert Göken nicht nur Erwachsenen-, sondern auch Kinder- und Jugendchöre leite. Er sei darum bemüht, das durch ihn entstandene soziale Netzwerk auch in den kommenden Jahren auszuschöpfen.

„Mit sechs Jahren habe ich angefangen, Klavier zu spielen. Dem Chor zuzuhören genügte mir anfangs, hinterher aber nicht mehr. Einige Zeit später nahm ich Stunden beim Küster der Gemeinde und fing das Orgelspiel an. Mit zwölf hatte ich mich dann bereits entschieden, dass Musik mein Leben bestimmen sollte. Darauf hinarbeitend bekam ich meinen ersten kleinen Job, als Vertretung für den Küster. So bin ich in die Musik regelrecht hineingewachsen.“

Es folgte ein Kirchenmusik- und Kapellmeisterstudium in Berlin. Heute leitet der passionierte Musiker 20 Chöre und ist mit seinem Job mehr als zufrieden – denn so sagt er selbst: „Singen macht glücklich!“ ▪ Lena Tollnick

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