So viel Silvester-Müll: Und wer räumt ihn wieder weg?

Feiern ja – aufräumen nein: Das Ergebnis lässt sich derzeit überall in der Stadt betrachten. Viele Halveraner kümmern sich nicht um den Dreck, den sie an Silvester verursacht haben. ▪ Weber

HALVER ▪ Erst das Vergnügen – und dann bloß keine Arbeit. So scheinen es einige Halveraner zu mögen. Das könnte man beim Anblick der Straßen zumindest meinen. In der Neujahrsnacht ließen es viele wieder richtig krachen. Doch den Dreck machen jetzt andere weg.

Der ZOB kommt derzeit in sämtlichen Rot- und Brauntönen daher. Und auch Holzelemente finden sich in dem Arrangement wieder. Aber schön ist das nicht. Denn es sind die Reste von China-Böller & Co., die sich wie riesige Kaugummi-Flecken über Straße und Gehwege legen.

„Es ist irgendwie jedes Jahr das gleiche“, sagt Hans Jörg Ecks. Der stellvertretende Leiter des Baubetriebshof kennt die Feuerwerk-Leidenschaft der Halveraner. Und noch besser kennt er die Antipathie vieler fürs Aufräumen. „Die Leute lassen die Reste ihrer Raketen und Böller einfach auf der Straße und den Bürgersteigen liegen.“

Und wer ist dann zuständig? Im Prinzip eben die Verursacher. Doch wenn die sich nicht kümmern, dann räumen die Mitarbeiter des Baubetriebshofs den Feuerwerks-Müll weg. Irgendjemand muss es ja machen. Aber: „Wir nehmen nur mit, was ohnehin zu unserem Gebiet gehört“, sagt Ecks im Gespräch mit unserer Zeitung. Extratouren plane er dafür nicht ein. Das bedeutet jedoch nicht, dass sein Team nicht trotzdem mehr Arbeit hat. Schließlich ist es jedes Jahr schon eine ganze Menge, die vor allem im Stadtgebiet liegen bleibt. Und den Rest, erklärt der Bauhof-Chef, beseitigt am kommenden Montag die große Kehrmaschine.

Alle kleineren Straßen und Wege werden übrigens nicht vom Bauhof-Trupp passiert. Da bleibe den Anwohnern dann nichts anderes übrig, als den Müll irgendwann selbst zu beseitigen. „Aber da klappt das meistens etwas besser.“

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