Noch sieben Bachläufe in Halver zu verpachten

Wer braucht noch einen Bach

Sieben Bäche stehen in Halver zum Jahreswechsel noch zur Verpachtung an.
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Sieben Bäche stehen in Halver zum Jahreswechsel noch zur Verpachtung an.

Wer ein bisschen Bach braucht, muss sich sputen. Bis zum Jahreswechsel bringt die Stadt Halver noch eine ganze Reihe ihrer Fließgewässer unters Volk. Und das ist noch nicht mal teuer.

Beispiel gefällig? Der kleine Vortbach, auch bekannt als Bosseler Bach, der von der Quelle nördlich von Buschhausen Richtung Vorstaubecken der Ennepetalsperre plätschert, ist 2690 Meter lang und hat bei mittlerem Wasserstand 0,2596 Hektar Oberfläche. Das ist nicht besonders viel, und deshalb verpachtet ihn die Stadt über die Fischereigenossenschaft Halver auch günstig: 21,30 Euro muss ein Pächter pro Jahr auf den Tisch von Elke Gierse legen, die sich als Geschäftsführerin der Genossenschaft ums Bachmanagement in Halver kümmert.

Abgeschlossen werden im Rathaus, wo sie hauptamtlich eigentlich für Personalangelegenheiten zuständig ist, allerdings mehrjährige Verträge. Zwölf Jahre sind es jeweils, und wer im Vortbach angeln will, kann das mit Pachtbeginn am 1. Januar 2021 und bis zum 31. Dezember 2032 tun.

Betretungsrecht für das Ufer

Häufig verlängerten die Pächter die Verträge für ihren Bach. Damit haben sie das Betretungsrecht für den Uferbereich und sollen den heimischen Fischbestand erhalten und hegen. Einfach nur abfischen sei nicht der Sinn der Verpachtung, und wenn die Fische knapp werden wie in den letzten beiden trockenen Jahren, sollte der Pächter auch für Nachbesatz sorgen – natürlich mit heimischen Arten, nicht mit „Einwanderern“.

Und apropos trocken: Das Bäche-Pachten in Halver ist für die kommenden Jahre günstiger geworden. Um zehn Prozent hat die Genossenschaft die Tarife gesenkt, eben weil die Fische knapper geworden sind.

Angler und Vereine als Pächter

Einen besonderen Sachkundenachweis müssen die Pächter dafür nicht erbringen. In der Regel sind es ohnehin Angler und Angelvereine. Und der ein oder andere pachte den Bach auch nur, damit keine Fremden über sein Grundstück am Gewässer laufen, weiß Elke Gierse aus Erfahrung.

Wie viele Bachkilometer es insgesamt sind, kann sie aus dem Stand nicht sagen, doch alles in allem ist die Wasserfläche schon beachtlich. Es geht ausschließlich um fließende Gewässer, und das in einer Größenordnung von 12,5 Hektar, was rund 15 Fußballfeldern entspricht.

Sieben Bäche im Angebot

Im Angebot für das kommende und die nächsten zwölf Jahre ist noch eine ganze Reihe von Bächen und Bächlein:

. der Bräumckebach von der Schmiede Steller bis zur Mündung im Hälvertal mit 4,8 Kilometern für 30,58 Euro jährlich

. der Schlechtenbach, der nördlich vom Langenscheid über 5,8 Kilometer nach Carthausen ebenfalls in die Hälver fließt, für 105,40 Euro

. die Lammecke, die hinter Burg entspringt und 2000 Meter weiter in den Halzenbach mündet, für 53,14 Euro

. der Hönnigebach in der Nähe von Anschlag bis zur Stadtgrenze von Wipperfürth in Kupferberg mit 4,8 Kilometern für 105,40 Euro

. der Hemecke- oder auch Schultenhedfelder Bach von Wegerhof bis zur Kerspetalsperre mit 4,1 Kilometern für 58,93 Euro

. die mittlere Ennepe von der Bundesstraße 229 bis zur Brücke in Ahe mit 1,6 Hektar Wasserfläche für 415 Euro.

Info und Kontakt

Bei Interesse

Wer Freude an der Natur und am Angeln hat, kann sich direkt an Elke Gierse wenden unter Tel. 0 23 53/7 31 18.

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