Sichere Rettung auch aus großen Höhen

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Von den Ausbildern gab es für die Lehrgangsteilnehmer hilfreiche Instruktionen für die sichere Besteigung des Daches. ▪

HALVER ▪ Sie sind es gewohnt, sich gefährlichen Situationen auszusetzen, um das Leben anderer zu retten. Umso wichtiger ist es daher für die Rettungskräfte der Feuerwehr, sich ständig weiterzubilden und das Erlernte immer wieder praktisch zu üben.

Als besonders gefährlicher Teil der Feuerwehrarbeit gilt die Höhenrettung, „denn hier setzt man sich bewusst der Gefahr aus, beispielsweise durch ein brennendes Dach zu brechen“, weiß Patrick Gross. Um das Risiko dennoch so gering wie möglich zu halten, fand am Wochenende erstmals ein Grundlehrgang „Absturzsicherung“ in Halver statt – eine Premiere. Vier Wehrleute hatten sich speziell zu diesem Thema schulen lassen – als Ausbilder gaben sie das Erlernte nun an zwölf Kameradinnen und Kameraden aus allen Einheiten weiter.

24 Stunden dauert der so genannte Grundlehrgang, der mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen wird. Nach der theoretischen Schulung, bei der es unter anderem um das Kennenlernen des Materials, die verschiedenen Sicherungstechniken sowie die Knotenkunde ging, standen gestern und am Samstag praktische Übungen an. Dabei ging es für die Frauen und Männer unter anderem auf die Dächer der Grundschule „Auf dem Dorfe“ sowie der Ganztagsschule, gestern folgte das sichere „Besteigen“ eines Wohnhauses in Clev. „Es ist gar nicht so einfach, ein Gebäude zu finden, für das solche Übungen in Frage kommen“, weiß Patrick Gross, einer der Ausbilder. Umso dankbarer sei man, dass die Familie Clever ihnen ihr Wohnhaus zur Verfügung gestellt hatte.

Und dort ging es für die Lehrgangsteilnehmer gestern hoch hinaus –  natürlich entsprechend gesichert und gelenkt von ihren Ausbildern. Dass dabei vollster Körpereinsatz und auch eine gewisse Portion Mut von Nöten war, merkten sie schnell. „Da werden Muskeln beansprucht, von deren Existenz man bislang gar nichts wusste“, sagt Gross. Und so sprach er seinen „Auszubildenden“ am Ende des Tages – abschließend kletterte die Gruppe noch auf einen Baukran am Kirchlöher Weg – ein großes Lob aus. „Alle waren sehr motiviert und diszipliniert – und es gab keinen einzigen Übungssturz“, freute sich Gross. „Und dafür, dass es der erste Lehrgang dieser Art war, dürfen wir mehr als zufrieden sein.“ ▪ Kerstin Zacharias

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