Haus Waldfrieden: Baustart im Frühjahr 2019

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Servicewohnen auf zwei Vollgeschossen plus Obergeschoss. Damit könnten 15 Apartments am Hälversprung realisiert werden, so die Planung im Haus Waldfrieden.

Halver - Politisch und planerisch sind die Weichen gestellt: Im Haus Waldfrieden geht man davon aus, im Frühjahr 2019 am Hälversprung mit dem Bauvorhaben zur konzeptionellen Ergänzung des vorhandenen Angebots beginnen zu können.

Mit der Fertigstellung sei im Frühjahr 2020 zu rechnen. 

Wir haben alle wichtigen Fragen und Antworten zu dem Theme für Sie zusammengefasst:

Was passiert im Vorlauf? 

Die Abstimmung des Raumkonzepts stehe im Juli auf der Tagesordnung, sagt Matthias Lauermann aus der Geschäftsführung der Waldfrieden KG im oberen Hälvertal. Mit dem entsprechenden Votum der Fachleute des Märkischen Kreises würden voraussichtlich im September die nötigen Bauanträge gestellt. 

Welche baulichen Maßnahmen stehen an? 

Das Haus Waldfrieden, das seine Arbeit im Bereich der Demenzbetreuung im bisherigen Bestand komplett auf das Angebot ambulant betreuter Wohngemeinschaften ausgerichtet hat, will mit zwei neuen Gebäuden im Kreuzungsbereich zum Herpiner Weg Wohnungen für ältere Menschen schaffen sowie eine Tagespflege und zusätzlichen Raum für zwei weitere Wohngemeinschaften. Die Änderung der Bauleitplanung im Bereich „Hälversprung“ war einstimmig von den politischen Gremien beschlossen worden. 

Wie sieht das für das Konzept für das Servicewohnen aus? 

Im neuen Haus I werden nach jetzigem Planungsstand 15 Apartments entstehen für Menschen mit leichtem Unterstützungsbedarf, die zuvor selbstständig gewohnt haben, sich dies aber über einen längeren Zeitraum nicht mehr zutrauen. Für diese Gruppe sei ein Platz im Heim aber nicht unbedingt vonnöten, erläutert Lauermann das Konzept.

Es sei vielfach ausreichend, über die Cafeteria und benachbarte Tagespflege eine Tagesstruktur anzubieten, die dazu beiträgt, vorhandene Kompetenzen zu erhalten oder gegebenenfalls die direkte Unterstützung allmählich zu steigern. Dies sei vielfach zu beobachten bei Männern, die ihre Frau verlieren und damit auch die Struktur im Tagesablauf, beschreibt Lauermann ein Beispiel aus der Praxis. Ein „Kümmerer“ stehe für die Alltagsprobleme der Mieter zur Verfügung.

Was geschieht im Haus II? 

Im Haus II werde es um Menschen mit einem bereits höheren Betreuungsbedarf und unter Umständen leichten kognitiven Einschränkungen gehen. In den Wohngemeinschaften von zwei mal acht Plätzen sei auch hier der Unterstützungsbedarf wählbar. Beide Angebote sollen auf ambulanter Basis organisiert werden. Der Bewohner bleibt als Kunde selbstbestimmter als im Heim, so die Überlegung dahinter. Zur Verfügung stehen dann Apartments in einer Größe von rund 20 Quadratmetern plus Bad und Pantry, aber zugleich auch die Möglichkeit, in der großzügig gestalteten Wohnküche gemeinsam zu kochen und die Mahlzeiten einzunehmen. Die Gemeinsamkeit der Wohngruppen biete zugleich die Möglichkeit, auch bei einem höheren Pflegegrad noch gemeinsam zu leben. 

Welche personellen Auswirkungen sind zu erwarten?

Wie sich die neue Struktur und damit auch Erweite ung personell auswirkt, kann Lauermann noch nicht genau sagen. Abhängig sei dies in erster Linie davon, welche ambulanten Unterstützungsleistungen von den Bewohnern benötigt und gebucht würden. Auf jeden Fall werde so viel Personal vor Ort sein, dass die Mieter gut versorgt wohnen können. Für die Tagespflege gebe es bereits Personalanfragen. Insgesamt sei dieses Wohnmodell attraktiv für Mitarbeitende auch in Zeiten des allgemeinen Pflegepersonalmangels.

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