Neuer Kita-Träger in Oberbrügge

+
Der Sentiris e.V. möchte in Oberbrügge langfristig ein Bildungszentrum aufbauen, bestehend aus Grundschule, Kita, Bürgerhaus, Jugendzentrum, Sportvereinen und dem geplanten Dorfladen.

OBERBRÜGGE - Jetzt ist es beschlossene Sache: Das Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden – demnächst Sentiris e.V. – wird neuer Kindergartenträger in Oberbrügge. Diesen Beschluss hat der Jugendhilfeausschuss des Märkischen Kreises gefasst.

Zum Kindergartenjahr 2018/2019 tritt der noch zu gründende Verein Sentiris e.V. die Trägerschaft an. Damit läuft der katholische Kindergarten St. Georg aus. Nicht nur der Träger ist neu, auch der Standort.

Angebot für 45 Kinder

Künftig soll das Angebot für 45 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren in zwei Räumen der Grundschule Oberbrügge stattfinden. Geplant ist zudem, Plätze für Kinder unter 2 Jahren vorzuhalten. „Das ist ein toller Tag für Oberbrügge. Wir werden die Räume so bereitstellen, dass der Kita ein guter Start gelingt“, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Die Stadt will bis zum Beginn des Kita-Jahres 2018/2019, dem offiziellen Startschuss für den Betrieb, 200 000 Euro investieren. Sentiris, so der Plan, mietet die Räume von der Stadt an.

v.l.n.r.: Bernd Lauermann (Geschäftsführer und Einrichtungsleiter Haus Waldfrieden), Bürgermeister Michael Brosch, Kristian Hamm (Leiter Sozialer Dienst Haus Waldfrieden) und Matthias Sauerland (Fachbereichsleiter Jugendförderung und Kinderbetreuung Märkischer Kreis) machen sich stark für Oberbrügge.

Starke Nachfrage

„Unsere Sorge, dass die Eltern dem neuen Träger skeptisch gegenüberstehen und deswegen nicht für das kommende Kita-Jahr in Oberbrügge anmelden wollen, hat sich nicht bestätigt. Im Gegenteil“, sagt Matthias Sauerland, Fachdienstleiter Jugendförderung und Kinderbetreuung beim Märkischen Kreis. Aktuell gebe es für den Standort Oberbrügge mehr Anfragen als Plätze – und das, obwohl der offizielle Anmeldezeitraum erst Anfang Januar 2017 beginnt.

Oberbrügge bei Planungen miteinbeziehen

Bei der Umsetzung des Projekts wollen die Verantwortlichen um Bernd Lauermann, Geschäftsführer und Einrichtungsleiter des Hauses Waldfrieden, und Sozialdienstleiter/Projektentwickler Kristian Hamm möglichst viele Personen, Gruppen und Vereine in Oberbrügge miteinbeziehen. „Wir möchten demnächst ein ergebnisoffenes Gespräch mit der Belegschaft der Kita St. Georg führen und schauen, ob und wie eine personelle Übernahme realisiert werden kann. Außerdem werden wir den Kontakt zur engagierten Elternschaft, konkret dem Elternbeirat der Einrichtung, suchen“, kündigt Hamm an.

Bildungszentrum geplant

Hinter der Namensänderung zu Sentiris e.V. – abgeleitet vom lateinischen Verb sentire (Zu deutsch: denken/erkennen/verstehen) verbirgt sich mehr als eine Kita-Trägerschaft. „Wir möchten ein Bildungszentrum, bestehend aus Grundschule, Kita, Bürgerhaus, Jugendzentrum, Sportvereinen und dem geplanten Dorfladen, aufbauen“, sagt Kristian Hamm. Auch ein betreutes Wohnen für Senioren möchte der Verein zu einem späteren Zeitpunkt anbieten. Das Ziel: „Die Lebensqualität in Oberbrügge soll erhöht werden“, sagt Hamm. Er habe bislang nur positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten. Und auch das Jugendamt um Matthias Sauerland wolle dieses gemeinwesenorientierte Handeln „so weit wie wir es beeinflussen können, mittragen“.

Die Finanzierung der Kita wird nach den Statuten des Kinderbildungsgesetzes KiBiz geregelt. Daran beteiligt sind Träger, Stadt, Jugendamt, das Land NRW und Eltern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.