Senioreneinrichtungen in Halver bereiten sich aufs Fest vor

Weihnachtsbesuche bedingt möglich

Das Seniorenzentrum Bethanien. Besuche sind erlaubt, doch es gibt klare Regelungen, um die Bewohner zu schützen.
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Das Seniorenzentrum Bethanien. Besuche sind erlaubt, doch es gibt klare Regelungen, um die Bewohner zu schützen.

„Es haben sich bereits viele angekündigt.“ Mit gemischten Gefühlen sieht Stefanie Thiemann, Einrichtungsleiterin des Seniorenzentrums Bethanien, den Weihnachtsbesuchen von Verwandten bei ihren pflegebedürftigen Angehörigen entgegen. „Je mehr Leute hier reinkommen, desto größer ist die Gefahr.“

Halver - Zwar sind Besuche im Seniorenzentrum zu den Besuchszeiten nach wie vor erlaubt, aber es gibt Regeln, um die Bewohner angesichts der Pandemielage zu schützen. Dazu gehört, dass Besucher laut überarbeiteter Corona-Schutzverordnung grundsätzlich FFP2-Masken bei Besuchen aufsetzen müssen. „Die Masken müssen während des gesamten Besuchs getragen werden“, sagt Stefanie Thiemann. Masken mit Ventilen sind verboten. „Bei solchen Masken wird die Atemluft nach draußen getragen.“ Gleiches gilt für Visiere, die ebenfalls verboten sind.

Testkapazität deutlich ausgeweitet

Auch die Testkapazität ist deutlich ausgeweitet worden. „Alle Angehörigen können getestet werden.“ Skeptisch ist Stefanie Thiemann bei Verwandtenbesuchen der Bewohner außer Haus. „Lieber die Bewohner hier im Heim lassen“, rät sie. „Zuhause hat man keine Kontrolle.“ Videokonferenzen, um sich zu sehen, sind jedoch allemal möglich.

Trotz aller Regeln geht es in diesen Tagen doch sehr weihnachtlich im Seniorenzentrum Bethanien zu. Statt der großen Weihnachtsfeier gibt’s kleinere Feiern in den Wohnbereichen. Das Haus ist liebevoll geschmückt. Andachten und Lesungen werden vom Andachtsraum auf die Zimmer übertragen. An Heiligabend verwöhnt die Küche des Hauses mit einem bunten Teller, zu dem Kartoffelsalat, Lachs und Frikadellen gehören. An den Feiertagen wird festlich gekocht. Zu selbst gebackenen Plätzchen als Mitbringsel sei gesagt: Sie sind vor Ort – der Sicherheit wegen – nicht erlaubt.

Gottesdienst im Haus Waldfrieden

Im Haus Waldfrieden, wo die selben Regeln der überarbeiteten Corona-Schutzverordnung gelten, können Verwandte ihre Angehörigen am 1. und 2. Weihnachtstag besuchen, wenn sie sich angemeldet haben. An Heiligabend sind nur vormittags Besuche möglich, weil es nachmittags in den sechs Wohngemeinschaften sechs Gottesdienste gibt, wie Bernd Lauermann, Geschäftsführer der Halveraner Pflegeeinrichtung, erzählt. Mitarbeiter des Sozialdienstes gestalten diese Gottesdienste, um die Bewohner auf Weihnachten einzustimmen. Auch ein Kaffeetrinken mit den Mitarbeitern, die gerade Dienst haben, ist geplant. Nach der Bescherung klingt der Heilige Abend im Haus Waldfrieden, das sich für das hohe Fest festlich geschmückt hat, mit einem weihnachtlichen Abendessen aus.

Wer seine Familienangehörigen aus dem Waldfrieden nach Hause holen und sie abends zurückbringen möchte, um mit ihnen Weihnachten zu feiern, kann dies tun – allerdings zeitlich beschränkt für sechs Stunden

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