Sekundarschule startet an der Humboldtstraße

Foto: F. Zarcharias

HALVER - Das Thema „Schulentwicklung“ beschäftigt derzeit nicht nur die Schalksmühler, sondern auch die Halveraner Verantwortlichen. Mit einer eigens für die Grundschul-Pflegschaften organisierten Veranstaltung warben sie für das Konzept. Fest steht außerdem: Starten wird die neue Schule im Gebäude der Realschule.

Das gaben gestern Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Fachbereichsleiter Thomas Gehring bekannt. Verbunden mit dem Hinweis, dass alle Schüler, die derzeit oder ab September die Realschule besuchen, garantiert den entsprechenden Abschluss machen können. Die Realschule laufe lediglich aus.

Informationen zur Sekundarschule, die im kommenden Jahr starten soll, gab es zuvor bereits in der Lindenhofschule. Dort gab eine fachlich versierte Runde Vertretern der drei Grundschul-Pflegschaften Auskünfte über das Konzept der neuen Schulform. Zwar hinter verschlossenen Türen, doch, so erklärte Schulpflegschaftsmitglied Regina Büchmann, sollen die Mitglieder der einzelnen Schulgremien nun als Multiplikatoren dienen und die Informationen an die Eltern weiter geben. Anwesend war am Mittwochabend unter anderem Anne Rohde, die als Leiterin der Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde von ihren Erfahrungen berichtete. Sie konnte laut Büchmann viele Fragen zu Unterrichtsorganisation, Qualitätssicherung und binnendifferenziertem Unterricht beantworten. Bekanntlich sollen Schüler mit unterschiedlichen Leistungsstufen gemeinsam unterrichtet werden – wie das gelingen kann, zeigte Rohde anhand mitgebrachter Unterrichtsmaterialien. Und sie wies, genauso wie die kommissarische Ganztagsschulleiterin Christina Meemann darauf hin, dass ein Ganztagsbetrieb – der ohnehin nur an drei Tagen bis maximal 15.40 Uhr gegeben sein soll – keineswegs ein Vereinssterben befürchten lasse. Vielmehr böten die längeren Schulzeiten Vereinen die Möglichkeit, neue Mitglieder aus der Zusammenarbeit mit Schulen zu gewinnen. AFG-Schulleiter Paul Meurer und Wolfgang Metzen, Leiter des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs, verdeutlichten wiederum die zahlreichen Anschlussmöglichkeiten der Ausbildung an der Sekundarschule. Paul-Adolf Turck, nicht als UWG-Ratsherr, sondern als stellvertretender Leiter des Lüdenscheider Gertrud-Bäumer-Berufskollegs zugegen, betonte indes, dass es nun die Eltern in der Hand hätten, eine zukunftsfähige Schulform zu errichten.

Details zum Konzept der Sekundarschule hatten zuvor Hartmut Wächter und Friedhelm Schröder den Schulpflegschaftsmitgliedern vorgestellt. Dem ehemaligen und dem aktuellen Leiter der Realschule sei es gelungen, die Vorteile des teilintegrierten Konzepts der Sekundarschule deutlich zu machen, so Regina Büchmann. Über die Details können sich ab sofort alle Interessierten auf der Internetseite der Stadt (www.halver.de) informieren. Nach den Sommerferien soll es als nächstes Informationsabende in den Grundschulen geben, ehe die Elternbefragung startet. In dieser Woche wurde zudem ein Elternbrief an alle Kinder der zweiten und dritten Klassen verteilt, „damit Eltern nicht mit Unsicherheit in die Sommerferien gehen“, erklärte Gehring.

Von Frank Zacharias

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