Sekundarschule: Moderator gesucht

HALVER ▪ Der Zeitplan klang ambitioniert, aber realisierbar: Am 4. September, so hieß es in der gemeinsamen Ratssitzung von Halver und Schalksmühle Ende Februar, könne eine Sekundarschule an den Start gehen. Eine Arbeitsgruppe sollte dazu gegründet werden – doch erst Mitte Juni soll diese erstmals tagen, wie es jetzt hieß.

Dabei war bereits bei den Ausführungen Hartmut Wächters am 29. Februar deutlich geworden, dass die Zeit durchaus drängt, will man zum Schuljahr 2013/14 an den Start gehen (siehe Info-Kasten). Der ehemalige Realschulleiter hatte damals nicht nur einen Zeitplan vorgelegt, sondern auch einzelne Eckpunkte genannt, die es bis zur Realisierung der neuen Schulform – einem Verbund aus Real- und Hauptschule mit gymnasialem Zweig bis zur zehnten Klasse (wir berichteten mehrfach) – zu beachten gilt. Bis zu den Sommerferien sollte demnach ein Konzept vorliegen.

Zwar gab es mittlerweile Gespräche mit der Bezirksregierung zu dem Thema, die beschlossene Arbeitsgruppe habe sich bislang aber noch nicht getroffen, wie Bürgermeister Dr. Bernd Eicker auf AA-Anfrage einräumte. Als Grund nannte er die andauernde Suche nach einem fachlich versierten Moderator. „Mehrere Namen sind im Gespräch“, so Eicker, der die Kandidaten für den verantwortungsvollen Posten nicht nennen wollte. Bereits in der Februar-Ratssitzung war auch das Engagement eines Experten diskutiert worden, der sich hauptberuflich mit der Beratung zu neuen Schulformen auseinandersetzt. Er würde dann die pädagogischen Fachkräfte aus Halver und Schalksmühle sowie Vertreter der jeweiligen Verwaltung an einen Tisch holen.

Spätestens bis Mitte Juni muss ein solcher Moderator jedoch gefunden sein: Denn dann, so Eicker, steht die erste Sitzung der Arbeitsgruppe an. Ob eine neue Schulform –  es soll ergebnisoffen und nicht nur die Sekundarschule diskutiert werden – bereits zum Schuljahresstart 2013/14 oder erst ein Jahr später realisiert werden kann, will der Bürgermeister ganz dem fachlichen Rat des Gremiums überlassen. „Ich würde mich den Empfehlungen der Arbeitsgruppe sicher nicht verschließen“, so Bernd Eicker, der nochmals betonte, die Qualität der Halveraner Schullandschaft in jedem Fall erhalten zu wollen. „Denn durch sie haben wir eine Schülerzahl erreicht, die sich in den vergangenen Jahren manifestiert hat.“ Eine neue Schulform dürfe diesen Status nicht gefährden, sagte Eicker am Montag. ▪ Frank Zacharias

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