Sekundarschule weiter Thema

Sascha Gerhardt (FDP)

HALVER -  Auf die Bitte von Sascha Gerhardt (FDP) hin beschäftigte sich der Ausschuss für Sport und Freizeit am Donnerstag auch mit der geplanten Sekundarschule.

Diese habe mit ihrem Ganztag nicht nur Auswirkungen auf die Schullandschaft, sondern auch auf die Halveraner Vereine, wie die Sportvereine, den CVJM, den Türkischen Kulturverein oder die Pfadfinder, begründete Gerhardt seine Bitte. Und daher sei die Sekundarschule auch im Sport- und Freizeitausschuss zu diskutieren. Frühzeitig müssten sich sowohl die Politik als auch die Vereinsvertreter mit den Auswirkungen des Ganztages befassen. So könnte es zum Beispiel bei der Nutzung der Sporthallen zu Überschneidungen kommen, merkte der FDP-Politiker an.

Der Vereinssport beginne in den meisten Fällen erst ab 17 Uhr, gab der Ausschussvorsitzende Gerhard Clever (Grüne) zu bedenken. Zu diesem Zeitpunkt sei der Ganztag ohnehin beendet. Thomas Gehring, Fachbereichsleiter für Bürgerdienste der Stadt, sieht ebenfalls kaum Konfliktpotenzial: „Für die Vereine könnte der Ganztag ein Vorteil sein, wenn sie zusammen mit der Schule AGs anbieten.“ Dafür sei es geplant, sowohl den Stadtsportverband, als auch die Vereine mit ins Boot zu holen.

Das betreffe aber nur die Sportvereine, entgegnete Sascha Gerhardt. Zudem könnten die Angebote im Rahmen von AGs an der Sekundarschule etwa von den Schülern des Gymnasiums nicht genutzt werden, sollten die Vereine dafür einen abendlichen Termin ausfallen lassen. Gehring erwiderte, man solle nicht schon im Vorfeld Szenarien entwerfen, nach denen einer profitieren würde und ein anderer ausgegrenzt werde. Wenn der Betrieb der Schule laufe, könne man jederzeit nachjustieren. Ähnlich sah das auch Andreas Wolf (UWG): Die Entstehung der Schule sei ein fließender Prozess, sollte es Probleme geben, könnte jederzeit gegengesteuert werden.

Reinhard Neuhaus, zuständig für Schulangelegenheiten bei der Stadt, wies zudem drauf hin, dass es nur an drei Tagen in der Woche einen Ganztag geben soll. Wie der Unterricht dann aber aussehe, entscheiden allein die Verantwortlichen der Schule und nicht die der Politik.

Gertraud Rose (CDU) sieht insbesondere, wenn es dazu kommen sollte, nachmittagfüllende Angebote von Vereinen kritisch: „Jedes Kind sollte selbst in der Lage sein, sich seinen Verein zu suchen. Wenn die Vereine in die Schule kommen, brauchen wir auch keinen Ganztag.“

Der Haushalt wurde im Übrigen mit sechs Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen (von Seiten der FDP und UWG) dem Rat zum Beschluss empfohlen.

Von Sebastian Berndt

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