Seit nunmehr zehn Jahren eine Erfolgsgeschichte

Das Team des Gemeinde-Mittagstisches feierte gestern das zehnjährige Bestehen des Angebots. ▪ K. Zacharias

HALVER ▪ Als sich vor zehn Jahren eine Gruppe zusammenfand – mit der Idee, einmal im Monat ein Mittagessen für Senioren anzubieten –, hätte wohl niemand gedacht, dass dies so einen großen Erfolg haben würde. „Gehofft haben wir es natürlich“, erzählt Loni Schlepps. Gestern feierte sie mit ihren Mitstreitern den zehnten Geburtstag des Gemeinde-Mittagstisches – und mit ihnen an die 70 Gäste, die das Angebot regelmäßig, wenn nicht gar ständig, wahrnehmen.

Vor dem Hintergrund, Senioren zum Mittagessen zu versammeln und vor allem Alleinstehenden eine Möglichkeit zur Kommunikation zu schaffen, riefen sieben Helferinnen unter der Regie der damaligen Pastorin Anke Klapproth den Senioren-Mittagstisch ins Leben. Zur Premiere am 26. September 2000 fanden 25 Interessierte den Weg ins Gemeindehaus – und waren so begeistert, dass für die Verantwortlichen schnell feststand: Dieses Angebot findet ab sofort einmal im Monat statt.

Hatte das Team beim ersten Mal noch auf fertige Gerichte zurückgegriffen, entschieden sich die Frauen, fortan selbst zu kochen. „Die fertigen Portionen waren einfach zu klein und im Verhältnis zu teuer“, erinnert sich Schlepps weiter. Und so wurden Speisepläne erstellt, die Aufgaben verteilt, Möglichkeiten zur Verschönerung des Ambientes besprochen. Aufgrund der Nachfrage auch von „Jüngeren“ wurde das Angebot nach kurzer Zeit in Gemeinde-Mittagstisch umbenannt.

Seitdem hat sich die Zahl der monatlichen Besucher fast verdreifacht – und je nach dem, was serviert wird, ist im Gemeindesaal kein Platz zu bekommen. „Vor allem, wenn es Grünkohl gibt, müssen wir auf zusätzliche Tische und Stühle zurückgreifen“, weiß Schlepps. Aber auch die Eintöpfe sowie Tortellini in Sahnesauce seien beliebt, sie fehlen im Jahresspeiseplan nie. „Wir kommen regelmäßig hierher – und es schmeckt immer gut. Wir hatten noch nie etwas zu beanstanden“, erzählt ein Pärchen – und die Runde nickt zustimmend. Immerhin gibt es zu einem kleinen Preis auch noch einen Nachtisch sowie Kaffee – und gestern, zur Feier des Tages, auch noch Plätzchen.

Unterstützung erfährt der Kreis der Helfer – einige sind mittlerweile leider verstorben, andere neu hinzugekommen – auch von den Pfarrern der Evangelischen Kirchengemeinde Halver. Sie lesen nicht nur die Losung des Tages und sprechen ein abschließendes Gebet – „Auch das ist uns sehr wichtig“ – , sondern sie packen auch mit an, schleppen die Tische oder teilen das Essen aus. „Das ist schon ein tolles Angebot“, bestätigte denn auch Pfarrer Hans-Jürgen Patro. Und für die fleißigen Helferinnen und Helfer dürfte feststehen, dass es auch in Zukunft so weitergehen kann. „Denn auch wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das sich gut versteht – und dem auch die Arbeit viel Spaß macht.“ ▪ Kerstin Zacharias

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