Mit Hochdruck an die Fugen

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Mit Hochdruck ging es dem Schmutz an den Kragen, ehe die neue Fugenmasse verfüllt werden konnte. ▪

HALVER ▪ Für den Straßenfachmann ist sie längst überfällig, für den Kritiker herausgeworfenes Geld: Am Montag begann die Erneuerung der Kopfsteinpflasterfugen am Alten Markt. Bis Ende der Herbstferien ist der Bereich für den Verkehr nicht befahrbar.

Ein Unternehmen aus Drensteinfurt war Montagmorgen zunächst damit beschäftigt, den Dreck aus den zentimetertiefen Fugen zu spülen. Dabei kam sowohl ein Reinigungsfahrzeug als auch ein Hochdruckreiniger zum Einsatz. Ohne diese Vorreinigung mache das Befüllen der Fugen mit neuer Dichtmasse keinen Sinn, erklärte Christoph Stillger, Straßenbauexperte der Stadt, im AA-Gespräch.

Noch bei nasser Fahrbahn konnte dann bereits am Montag damit begonnen werden, die Zwischenräume des Kopfsteinpflasters zu verfüllen – nur von oben dürfe es dabei keine Nässe geben, sprich: Es darf nicht regen. Besseres Wetter als am Montag hätten sich Stillger und die Akteure auf der Baustelle jedoch nicht wünschen können. So sind die Arbeiten zumindest bis Dienstag vollauf im Zeitplan.

Dennoch gab es am Rande der Baustelle auch kritische Stimmen: Ein Anlieger ärgerte sich über die Absperrungen, die ihm die Zufahrt zum Haus erschwerten, ein anderer schimpfte über die seiner Meinung nach unsinnige Maßnahme, die den Fußgängern keinerlei Erleichterung bringe. Das Beste aus der Situation will indes Martin Ronge machen: Der Inhaber des Obst- und Gemüsegeschäfts auf der Ecke Frankfurter-/Jugendheimstraße ist von der Maßnahme direkt betroffen. „Wenn es nötig ist, bringen wir den Kunden eben ihre Einkäufe bis zum Auto auf dem Jugendheimplatz“, sagt er. ▪ Von Frank Zacharias

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