Junge Israelis auf Entdeckungstour durch Deutschland

Der Bundestagsabgeordnete Matthias Heider lud die israelischen und deutschen Jugendlichen nach Berlin zu einer Besichtigung des Reichstags ein.

HALVER - Es waren aufregende elf Tage, die israelische und deutsche Jungen und Mädchen gemeinsam in Deutschland verbrachten. Seit 22 Jahren besteht zwischen Jugendlichen beider Länder eine freundschaftliche Beziehung. Die Freude über das Wiedersehen war daher auf beiden Seiten groß. Die Gastgeber hatten sich ein abwechslungsreiches Programm überlegt. Und so ging es am Dienstag gleich nach Köln. Zunächst gab es eine Stadtführung durch das jüdische Köln unter der Leitung von Tal Kaiman, einer in Köln lebenden Israelin. Nach ein wenig Freizeit folgte eine Panoramafahrt der Köln-Düsseldorfer auf dem Rhein.

Anschließend verschlug es die Gruppe in die jüdische Synagogengemeinde Köln. Dort hatte die Gruppe vor etwa 120 Zuschauern ihren ersten Auftritt. Ein Ausflug nach Münster und zur Wildpferdebahn nach Dülmen standen tags darauf auf dem Reiseplan. Donnerstag ging es für die Gruppe nach Bonn, wo unter anderem ein Besuch bei „Haribo“ und im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland auf dem Programm standen. Am nächsten Tag folgte ein Ausflug ins Phantasialand. Früh aufstehen mussten die Jugendlichen am Samstag. Um 6.30 Uhr war Abfahrt nach Bergen-Belsen. Dort besichtigten die Gruppenmitglieder drei Stunden lang das ehemaligen Konzentrationslager. Anschließend hielten die Israelis noch eine Gedenkfeier am Mahnmal ab. Weiter ging es nach Hermannsburg in die Lüneburger Heide. Beim Open-Air-Auftritt der Tanzgruppe im Museumshof waren rund 200 Besucher zu Gast.

Am Sonntag hieß es dann: „Berlin, wir kommen!“ Der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider lud zu einer Besichtigungstour durch den Reichstag ein. Der Abend stand den Jugendlichen zur freien Verfügung. Am nächsten Tag machten die Teilnehmer eine Stadtführung zum Thema „Die Berliner Mauer“. Der Spaziergang ging entlang des ehemaligen Mauerverlaufs. Die Stadtführer waren teilweise in der DDR geboren und konnten Fakten auch mit spannenden eigenen Erlebnissen wie Fluchtversuchen aufwerten.

Am Dienstag war dann erstmal ausschlafen angesagt, bevor es zum letzten Ausflug nach Schloss Burg ging. Seilbahn fahren und eine Schlossbesichtigung standen dort auf dem Programm. Abends hatte „Hora Aviv Pardess Hanna Karkur“ dann in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums ein „Heimspiel“. Vor mehr als 200 Besuchern gaben sie ihren letzten Auftritt für dieses Jahr (wir berichteten).

Im nächsten Jahr in den Herbstferien fliegt wieder eine deutsche Jugendgruppe nach Israel. Wer Interesse hat, sollte sich den Termin schon mal freihalten. Informationen gibt es bei Andrea Reich unter der Telefonnummer 0 23 53 /7 31 11, unter a.reich@halver.de oder auf www.halver.de.

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