Segen und Schneeschaufel für neuen Pfarrer

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Pfarrer Pogorzelski hielt am Sonntag seine erste Predigt in Halver. ▪

HALVER ▪ Die richtigen Utensilien für einen harten Winter im Sauerland hat Pfarrer Martin Pogorzelski nun schon mal. Im Rahmen seiner Einführung in die evangelische Gemeinde in Halver gestern in der Nicolai-Kirche hat ihn das Presbyterium mit Streusalz und einem Schneeschieber ausgestattet – in der Hoffnung, dass Pogorzelski der Gemeinde länger als einen Winter erhalten bleibt“, so Presbyterin Heike Esken.

Nicht das einzige Geschenk, das Pogorzelski gestern entgegen nehmen durfte. Auch Superintendent Klaus Majoress hatte Präsente dabei – neben der offiziellen Urkunde zur Amtseinführung. „Berührungspunkte mit der Gemeinde in Halver gibt es schon, aber einen Start zu finden ist nie ganz einfach“, so Majoress. Nachdem der Umzug nach Halver übermorgen überstanden sei, gelte es, sich zu finden und Vertrauen zu schaffen. Wohlwollendes Entgegenkommen und freudige Erwartungen werden Pogorzelski entgegen strahlen, sagte Majoress voraus.

Im feierlichen Gottesdienst, der musikalisch von der Band „delivery“ und dem Flötenkreis mitgestaltet wurde, führten Superintendent Klaus Majoress, Pfarrer Christoph Dickel, befreundete Geistliche sowie Pastoren aus den Nachbargemeinden zusammen mit Mitgliedern des Presbyteriums die Einsegnung durch. „Ja, jetzt sind sie Pfarrer in Halver“, so Majoress anschließend knapp. Und als neuer Pfarrer durfte Pogorzelski auch gleich seine erste Predigt halten, in der er deutlich machte, vor Gott seien alle Menschen nur Bettler. „Meine Bitte zu Beginn meines Dienstes hier ist: Lassen sie uns gemeinsam daran wachsen, auf Gott zu vertrauen und uns auf ihn zu verlassen“, so Pogorzelski.

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker begrüßte den neuen Geistlichen mit einem Bildband über Halver: „Ich könnte ihnen viel erzählen über die heimischen Unternehmen, die Schulen, die Natur und die Feierlichkeiten in unserer Stadt, aber manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte“, so Eicker, der Pogorzelski und seine Frau damit auch als neue Bürger Halvers begrüßte.

Martin Pogorzelski kommt ursprünglich aus Oberscholven, zog dann mit seiner Familie nach Gladbeck. Theologie studierte er in Wuppertal und Tübingen. Nach dem Vikariat in Herne und Eickel, wurde Pogorzelski Pfarrer in Castrop. Nur seine Frau wird mit Martin Pogorzelski nach Halver ziehen – die beiden Söhne Steffen und Jens beenden ihre Ausbildung und Studium. In Anlehnung an das traditionelle Geschenk bei Umzügen, Salz und Brot, griffen die Presbyter gestern zu Streusalz und Schneeschieber. Heike Esken erinnerte an die Bewerbung des neuen Pfarrers. Eigentlich habe man gleich das Gefühl gehabt, dass das passe, „nur das mit dem Namen war schwierig“, so Esken. So sei Pogorzelski auch schon mal „Podolski“ oder einfach nur „Pogo“ genannt worden.

Erste Gelegenheit, einander und die Namen besser kennen zu lernen gab es gestern im Anschluss an den Gottesdienst im Vereinsheim des CVJM. Dort begrüßte der CVJM-Posaunenchor die Gästeschar rund um den neuen Pfarrer und seine Familie musikalisch. Nachdem sich die Besucher bei einem gemeinsamen Mittagessen gestärkt hatten, hatten auch andere Freunde, Bekannte und Würdenträger die Möglichkeit, Pogorzelski zu seinem neuem Amt in Form von kleinen Grußworten zu beglückwünschen. So gratulierten unter anderem Vertreter der Nachbargemeinden aus Schalksmühle, Brügge, Lüdenscheid, Breckerfeld und Kierspe, aber auch Pastor Optenhöfel der katholischen Gemeinde in Halver sowie auch Martin Pogorzelskis Bruder, Friedhelm Pogorzelski.

Von Svenja Hoppe

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