"Ende der Städtepartnerschaft macht uns traurig"

Der kleine Apfelbaum soll Früchte tragen – genau wie die Freundschaft zwischen dem AFG und der Duveholmsskolan in Katrineholm. Derzeit sind 24 Schweden zu Besuch. Es ist bereits der 21. Austausch. - L. Weber

HALVER - Symbol für die Freundschaft: Ein kleiner Apfelbaum steht seit gestern auf dem Schulhof hinter dem Anne-Frank-Gymnasium. Er soll Wurzeln schlagen und Früchte tragen. Genau wie die 20-jährige Partnerschaft zwischen der Halveraner Schule und der Duveholmsskolan in Katrineholm. Auch wenn die Organisatoren derzeit um das Bestehen des Projekts kämpfen.

Dass die schwedische Stadt die Partnerschaft mit Halver beendet hat (wir berichteten), bedauert der ehemalige AFG-Lehrer Peter Höller sehr. Zusammen mit seiner Kollegin Monika Barkley hat er den Austausch zwei Jahrzehnte lang organisiert. Nun übernimmt Lehrerin Sabrina Piesch seine Aufgaben.

„Das Ende der Städtpartnerschaft macht uns schon traurig. Wir kennen auch nicht die Gründe dafür. Es kam nur eine E-Mail“, sagt Monika Barkley. Aber zumindest der Gegenbesuch der Halveraner im kommenden Jahr sei noch gesichert. Die Halveraner Lehrer vermuten, dass finanzielle Gründe eine Rolle spielen. Denn: Wie Barkley erzählt, tragen in Schweden die Kommunen die Kosten für solche Projekte.

Für Schulleiter Paul Meurer steht aber fest: „Wir werden alles tun, um die Schulpartnerschaft mit der Katrineholmsskolan aufrecht zu erhalten.“ Nun sollen Finanzierungsmöglichkeiten ausgelotet werden. Deshalb setzten sich gestern die Halveraner Lehrer mit den Kollegen aus Schweden, Paul Meurer und Bürgermeister Dr. Bernd Eicker zusammen.

Die 24 schwedischen Gäste erkundeten derweil erstmals das AFG. Für sie stehen in dieser Woche einige Ausflüge zum Beispiel nach Köln oder Altena an. Peter Höller erinnerte bei der Baumpflanzung an die Anfänge und die vielen Begegnungen: „Alle Treffen waren einfach wunderbar.“ Das Kompliment gab die schwedische Lehrerin Maria Hallberg auch umgehend zurück: „Dieser Austausch bedeutet sehr viel für unsere Schüler. Wir kommen immer gerne nach Halver.“ - Lisa-Marie Weber

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare