Keine Übernahme von Schüler-Fahrtkosten

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Der Schulweg zur Lindenhofschule soll entschärft werden. 

Halver - Die Stadt Halver wird keine Fahrtkosten für Kinder aus dem Ortsteil Neuen Herweg übernehmen, die seit Beginn des Schuljahres die Grundschule Oberbrügge besuchen.

Diese Entscheidung traf am Mittwoch der Schulausschuss gegen einen entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion. 

Die Ausgangslage 

Zur Stärkung des Schulstandorts Oberbrügge hatte die Stadt seit Jahren die Fahrtkosten für Kinder aus diesem Ortsteil übernommen. Mit der anstehenden Verbundlösung der Schule zusammen mit der Grundschule Auf dem Dorfe ist der Standort aber nicht mehr gefährdet. Es gibt nach Einschätzung der Stadt keinen Anlass mehr für eine derartige freiwillige Leistung, weil diese Kinder ebenso die näher gelegene Lindenhofschule besuchen könnten, die weniger als zwei Kilometer entfernt ist. Betroffen sind zurzeit sechs Kinder vom Neuen Herweg.

Die Argumente pro 

CDU-Fraktion und Eltern argumentieren auf verschiedenen Ebenen. Die CDU sieht die Stärkung des Schulstandorts weiter als wichtigen Faktor und plädiert auch aus diesem Grund für die freiwillige Leistung der Stadt. Die Eltern verweisen zudem auf die freie Schulwahl. Die Grundschulen seien vom pädagogischen Konzept her nicht vergleichbar. Zudem wäre auch der theoretische Schulweg in die Stadt (Lindenhofschule) entlang der Landesstraße 892 aus Sicherheitsgründen nicht hinnehmbar.

Die Argumente contra 

Verwaltung und alle anderen Fraktionen verweisen auf das Gebot der Gleichbehandlung und auf die Rechtslage. Würden den Eltern die Buskosten bezahlt, hätten auch andere Familien damit einen dementsprechenden Anspruch. Das beträfe alle Familien, die eine andere als die nächstgelegene Schule gewählt hätten und damit über die rechtliche Grenze von zwei Kilometern geraten würden – darunter beispielsweise Eltern aus Oberbrügge, die das Ganztagsangebot der Halveraner Schulen nutzen. 

Der Lösungsansatz 

Zumindest der Schulweg vom Neuen Herweg in die Stadt könnte sicherer werden. 70 000 Euro stellt die Stadt in den Haushalt für 2018 ein, um handlungsfähig zu sein und den Fußweg Richtung Karlshöhe sicherer zu machen. So lautet der Auftrag des Ausschusses an die Verwaltung. Die Stadt ist an dieser Stelle allerdings nicht Eigentümer. Ob sie den Weg kauft oder entsprechende Vereinbarungen trifft, ist zurzeit offen. Gefragt ist auch der Baulastträger (Straßen.NRW), ob das Ortsschild verlegt werden könnte. Damit wäre es möglich, im innerörtlichen Bereich eine Querungshilfe über die Landesstraße anzulegen.

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