Katholische Gemeinde: Klare Vorgaben gegen sexualisierte Gewalt

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Auch für die Begleiterinnen und Begleiter der Sternsinger bietet die Pfarrei Christus König Schulungen an.

Halver - Sensibilität und Wachsamkeit in Hinsicht auf sexualisierte Gewalt fordert Barbara Vormann von der Katholischen Kirchengemeinde Gemeinde Christus König ein.

In ihrem Beitrag zum aktuellen Gemeindemagazin Netzwerk erinnert die Präventionsfachkraft der Pfarrei an die Weisungen des Bistums Essen: „Augen auf! – hinsehen und schützen“. 

Dies sei der Slogan, unter dem das Bistum seine Anstrengungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt stelle. 

Das verstärkte Hinsehen, das Nicht-Weg-Sehen bedeute bereits aktiven Schutz, schreibt Vormann und verweist auf die Verpflichtungen, die aus den „erschütternden und beschämenden Ergebnissen“ der im Oktober veröffentlichten Missbrauchsstudie hervorgingen.

Pfarrer Claus Optenhöfel

Dass das hochsensible Thema in der Gemeinde wahrgenommen wird, macht auch Pfarrer Claus Optenhöfel deutlich. Für alle Gemeinden verbindlich seien Schulungen in Gruppenleiterkursen für die Jugendarbeit, die mit einer Selbstverpflichtungserklärung einhergingen. Erarbeitet, aber noch nicht endgültig verabschiedet, sei ein entsprechender Verhaltenskodex. 

Und nicht zuletzt erwarte auch der Märkische Kreis, der die Gemeinde bei Freizeiten und Aktionen unterstützt, ein erweitertes Führungszeugnis. 

Schulung für Begleiter der Sternsinger

Ganz konkret geht die Gemeinde Christus König auch in diesem Jahr das Thema mit eigenen Schulungen für die Begleiterinnen und Begleiter der Sternsinger an. Dort sollen die Betreuer grundlegende Informationen zu sexualisierter Gewalt erhalten, vorbeugende Maßnahmen des Bistums kennenlernen und nicht zuletzt erfahren, wie sie sich im Fall eines Verdachts verhalten müssen um effektiv zu handeln. 

Präventionsfachkraft Barbara Vormann.

Vier Schulungstermine bietet die Gemeinde mit der Bitte um eine möglichst umgehende Anmeldung an: Freitag 7. Dezember, 18 Uhr; Samstag, 15. Dezember, 10 Uhr; Donnerstag, 20. Dezember, 18 Uhr; Freitag, 28. Dezember, 10 Uhr

Weitere Schulungen seien auch im kommenden Jahr vorgesehen, die von allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern wahrgenommen werden müssten, denn, so stellt Barbara Vormann klar: Wer einen Verdacht hat oder wem davon berichtet wird, „ist verpflichtet, der Pfarrei Meldung zu machen“.

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