Es wird spannend

Wechselunterricht ab Montag: Wo stehen die Schüler wirklich?

Die Abschlussklassen des Gymnasiums werden ab Montag vor Ort unterrichtet.
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Klassen wieder besetzt: Die Schüler kommen zurück in die Schulen.

Die Schulen öffnen wieder. Wie sehen das die Schulleiter? Als Belohnung, sagt Paul Meurer.

Halver – „Präsenzunterricht als Belohnung.“ Was vor anderthalb Jahren noch als Spinnerei abgetan worden wäre, wird am kommenden Montag Wirklichkeit an den weiterführenden Schulen in Halver. Ich bin gespannt wie noch nie, sagt Paul Meurer, Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG).

Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, gehen an diesem Mittwoch die E-Mails an die Eltern raus. Dann kehrt das AFG nach fünf Monaten Abstinenz bei der Präsenz zurück in den echten Schulbetrieb, wenn auch im Wechsel zwischen A- und B-Gruppen. „Wie auch vor Weihnachten und Ostern“, beschreibt Meurer das Verfahren: „Wir nehmen die Situation so an, die Vorgaben sind bekannt, wir sind entspannt.“

Schulleiter sind entspannt

Auch Reiner Klausing, Leiter der Humboldtschule, geht gelassen mit der Situation um, die Montag voraussichtlich bevorsteht. „Dann holen wir halt das Konzept von vor Ostern wieder aus der Schublade“, sagt er und blickt dem Präsenzunterricht optimistisch entgegen. Dass mit der sinkenden Inzidenz die Schulen wieder geöffnet werden, war abzusehen und überrascht daher nicht.
Das ist die eine Seite. Doch es geht auch darum, den Schülern in Präsenz nach fünf Monaten im digitalen Distanzunterricht Motivation durchs Lernen in der Gruppe bieten zu können und auch Entlastung für Schüler, aber auch für die Eltern zu schaffen, sagt Meurer. „Die Eltern waren gefordert, zum Teil überfordert“, hat er aus den Rückmeldungen beispielsweise zu den Gesprächszeiten gemerkt.

„Das Durchbrechen des digitalen Alltags“ sei die kommende Aufgabe für Kollegium und Kinder. Um Masken und Testen müsse man sich weniger Gedanken machen, das seien inzwischen Routinen, mehr aber um die Frage: „Wo stehen die Schüler wirklich?“ Welche der Schüler den Anschluss in vollem Umfang hätten halten können, wo Nachsteuerungsbedarf bestehe, werde sich in Auswertung und Aufarbeitung in den kommenden Wochen zeigen.

Ein anderes Handlungsfeld ist zum Glück bestellt: Die Lehrer sind durchgeimpft, und ein großer Dank dafür gelte Landrat Marko Voge und Volker Schmidt als Chef des MK-Gesundheitssamts, die das Impfen für das Kollegium möglich gemacht hätten. „Das Lachen nach dem Termin war das Erlösendste, was ich in mehr als fünf Jahren gehört und gesehen habe“, sagt Meurer.

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