Coronavirus und die Schulen

Coronavirus: So ist die Lage an den Schulen in Halver und Schalksmühle

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Die Schulhöfe sind leer – wie hier an der Primusschule in Schalksmühle.

Halver/Schalksmühle - Die Schulen in Halver und Schalksmühle sind am Montag vergleichsweise reibungslos in den Corona-Modus gewechselt. Es laufe „den Umständen entsprechend, aber es gibt viel dazuzulernen“, lautete der lakonische Kommentar aus einem Schulsekretariat.

Verwaiste Schulhöfe und leere Bushaltestellen prägten das Bild. Doch von Untätigkeit konnte keine Rede sein. 

Schulleitungen und Kollegien hatten vorgesorgt. Unterricht dezentral und nach Möglichkeit digital war die Devise. Wenn schon kein Klassenraum, dann eben Mathe büffeln mit der besten Freundin im Videochat. 

Schulen in Halver

„Wir sind eine digitale Schule. Der Unterricht kann stattfinden“, sagt Paul Meurer, Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums. Die Schüler hätten ihre Aufträge mitbekommen, und die Kommunikation mit ihren Lehrern funktioniere im Zeitraum bis zu den Ferien auf digitalem Weg. Auf möglicherweise wechselnde Gegebenheiten werde man sich „jeden Tag flexibel einstellen“. 

Auch an der Humboldtschule war man auf die Wochen der schülerlosen Schule vorbereitet. „Die Schüler haben keine Ferien, sondern sollen die Zeit für häusliche Lernarbeiten nutzen“, steht im Elternbrief, den Schulleiter Reiner Klausing auf den Weg gebracht hatte. Lernaufgaben als Wochenpläne stehen jetzt auf dem Stundenplan der Schule daheim. 

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Kein Boy's oder girl's day

Und nicht fehlen darf auch der Hinweis: Boy’s day und girl’s day sowie die Berufsfelderkundungen finden natürlich nicht statt. 

Auch in Halvers größter Schule, demBerufskolleg in Ostendorf mit 1650 Schülern, kam der Tag 1 im Corona-Betrieb nicht unvorbereitet. Die E-Mail-Listen waren schon in der vergangenen Woche komplettiert worden, „der Unterricht findet bestmöglich dezentral statt“, sagt Schulleiter Ulrich Fröndhoff, der den Betrieb des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs zugleich mit den zahlreichen Partnern der Schule koordinieren muss. 

Handwerkskammern und Betriebe müssen eingebunden werden, und nicht zuletzt stehen viele der Jugendlichen vor den Abschlussprüfungen. Für diese Gruppe müsse die weggefallene Unterrichtszeit möglicherweise mit Samstagsunterricht kompensiert werden. 

Keine Schüler an der Bushaltestelle Sparkasse ZOB in Halver.

Für alle Halveraner Schulen, so auch die Regenbogenschule, gelte, dass die Eltern die Situation „ruhig und gelassen“ aufgenommen hätten, wie deren Leiterin Petra Schreiber die Lage am Morgen schildert. Wie weit eine Notbetreuung stattfinden müsse, kläre sich in den kommenden Tagen. Am Montag waren es vier Kinder, die betreut werden mussten. Hier habe sich die schnelle Information an die Eltern auch über die Schulpflegschaft bezahlt gemacht.

Schulen in Schalksmühle

An der Grundschule Spormecke verlief am Montag alles „in ruhigen Bahnen“, sagt Schulleiter Ralf Gensmann. 13 Kinder seien während der Übergangstage in der Betreuung. Dies sei derzeit sehr schwierig. Zudem müssen noch weitere Anfragen geklärt werden. Für die Schüler sei Lernmaterial zur Verfügung gestellt worden. Damit dieses abgeholt werden kann und nicht zu viele Menschen sich in dem Schulgebäude aufhalten müssen, wird heute von 8 bis 12 Uhr ein Zeitfenster eingerichtet.

Die Notbetreuung werde am Vormittag von den Lehrern im Schichtdienst, nachmittags von der Awo und auch von den Verantwortlichen der „8 bis 13 Uhr“-Betreuung übernommen. Die Pädagogen werden im Homeoffice arbeiten.

Wie auf der Internetseite und in einem Elternbrief der Primusschule zu lesen ist, sollen die Schüler zuhause weiterlernen. Deshalb sind die Schüler angehalten, alle Materialien mit nach Hause zu nehmen. Sollten Materialien in der Schule sein, können diese heute noch abgeholt werden. Für die Schüler, die momentan im Schülerbetriebs-praktikum sind, richtet man sich nach den Aussagen des NRW-Schulministeriums. Falls von den Betrieben keine anderen Entscheidungen getroffen werden, führen die Schüler ihr Betriebspraktikum bis zum Ende durch. 

Ab Mittwoch Not-Betreuung

Für Montag und Dienstag hat das Ministerium eine Übergangsregelung verfügt. Die Primusschule versichert, dass während der Unterrichtszeit eine Betreuung sichergestellt ist. Ab Mittwoch soll es ein Not-Betreuungsangebot geben für Eltern, die in unverzichtbaren Funktionsbereichen – insbesondere im Gesundheitswesen – arbeiten. Über genauere Regelungen werde die Schule die Eltern in Kenntnis setzen, sobald es weitere Informationen aus dem Ministerium gibt. Diese sollen dann über die Homepage www.primusschule.de und die Elternverteiler verteilt werden.

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