„Schule – Wirtschaft – Wissenschaft“

Schulleiter Paul Meurer, Lehrer Ralf Lothar Knop, Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und die Zwölftklässler der AG „Fit for business“ stellten gestern die neue Veranstaltungsreihe „Schule – Wirtschaft – Wissenschaft“ vor. ▪ Ruthmann

HALVER ▪ „Fit for business“ heißt die erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Anne-Frank-Gymnasium (AFG), bei der von einer AG (Arbeitsgemeinschaft) Vertreter bestimmter Berufe in die Schule eingeladen wurden, um über ihr Berufsbild zu informieren (wir berichteten mehrfach). Sowohl die Veranstaltungsreihe als auch die AG sollen jetzt auf noch breitere Füße gestellt werden.

Damit sich die Schülerinnen und Schüler nicht jedes Jahr wieder alles neu erarbeiten müssten, so erläutert Lehrer Ralf Lothar Knop, gilt die AG nun nicht mehr nur für Jugendliche des zwölften Jahrgangs, sondern zusätzlich auch für die aus den Klassen neun bis elf. „Wenn dann die Zwölfer rausgehen, ist wenigstens noch ein Stamm vorhanden“, so Knop. So sei dann Kontinuität vorhanden.

Es gehe aber auch, so fügte AFG-Schulleiter Paul Meurer hinzu, um eine „Verzahnung mit der Kommune“ auf der einen und eine Öffnung der Schule gegenüber den heimischen Unternehmen auf der anderen Seite. Denn die Unternehmen brauchten Abiturienten. Aus diesem Grund hat Meurer unter dem Motto „Schule – Wirtschaft –  Wissenschaft“ eine Veranstaltungsreihe angestoßen, die nicht nur ausschließlich für die Schüler, sondern auch für die Öffentlichkeit gedacht ist. Etwa sechs bis sieben Vorträge soll es künftig pro Schuljahr geben. Auch wenn die ersten Termine bereits feststehen, sollen natürlich auch die Schüler der auf vier Jahrgänge erweiterten AG ihre Ideen einbringen, mitarbeiten und helfen.

Eine solche Idee konnte Moritz Schröder gestern schon vorstellen: Da einige AFG-Schüler in der zehnten und elften Klasse eine längere Zeit im Ausland verbracht haben, sollen sie ihre Erfahrungen und Informationen im Rahmen einer Kulturinformationsreihe an Schüler und Eltern weitergeben. „Wie kommt man ins Ausland?“, „Wie teuer ist das?“ und ähnliche Fragen sollen dabei beantwortet werden, um letztlich auch den jüngeren Schülern zu ermöglichen, ein Auslandsjahr zu erleben und andere Schulsysteme kennen zu lernen. Dies könnte auch auf den Bereich Praktika ausgedehnt werden, fügte Knop an und verwies darauf, dass in diesem Jahr zum ersten Mal ein Praktikum in der Partnerstadt Portsmouth angeboten wird.

Es soll aber ebenso die Zusammenarbeit mit der Stadt intensiviert werden. Aus diesem Grund zeigte sich Meurer erfreut, dass er Bürgermeister Dr. Bernd Eicker als Schirmherrn für die Veranstaltungsreihe „Schule – Wirtschaft – Wissenschaft“ gewinnen konnte. Eicker betonte, dass eine stärkere Verzahnung zwischen Schule und Stadt wichtig sei, schließlich müsse sich das Gymnasium auch mehr und mehr präsentieren.

Besonders begrüßte der Bürgermeister die Ausweitung der AG ab dem neunten Jahrgang und ebenso die Einbindung der heimischen Wirtschaft. Denn dem Übergang zwischen Schule und Beruf müsse große Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Schüler müssten früh informiert werden, es sei zu spät, wenn man sich im zwölften Jahrgang damit befasse. „Sie sind auf dem richtigen Weg“, lobte Eicker.

Das Stadtoberhaupt wird auch einer der ersten Referenten sein, der im Oktober über das Thema „Kommunale Verantwortung“ sprechen wird. Nach der Auftaktveranstaltung am 22. September („Blasenbildung in der Wirtschaft“) stehen in den kommenden Monaten weitere Veranstaltungen auf dem Programm, die nicht nur im Anne-Frank-Gymnasium, sondern beispielsweise auch im Bürgerzentrum „Am Park“ stattfinden und zu denen – je nach Thema – auch die Öffentlichkeit eingeladen wird. ▪ Det Ruthmann

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