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Schüler nach Petition enttäuscht: „Mehr konnten wir auch nicht machen“

Georgia Tsompani ist die Schülersprecherin der Humboldtschule.
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Georgia Tsompani ist die Schülersprecherin der Humboldtschule.

Die Entscheidung ist gefallen. Die Zentralen Abschlussprüfungen für die zehnten Klassen bleiben zentral und werden nicht von den Lehrern der Schüler individuell gestellt. Für die Humboldtschüler ist das ernüchternd.

Halver – Die Abschlussklässler der Sekundarschule hatten eine Petition gestartet und gefordert, die Prüfungen dezentral zu stellen. Weil sie durch die Corona-Pandemie und den ständigen Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht eine Minderung der Unterrichtsqualität sehen und nicht alle Themen intensiv behandelt werden konnten.

Gerechtigkeit war das Stichwort – denn im vergangenen Jahr wurden die Prüfungen auch dezentral gestellt. Und die diesjährigen Prüflinge haben bereits anderthalb Schuljahre hinter sich, die von Corona geprägt waren. 1126 Unterschriften haben sie erhalten. Gebracht hat es nichts. Doch die Lehrer sind stolz, dass die Schüler sich stark gemacht haben.

Prüfung hat drei statt zwei Auswahlmöglichkeiten

Statt einer dezentralen Lösung wird es nun anstelle von zwei Prüfungsaufgaben drei zur Auswahl geben. Eine der drei streicht der Fachlehrer – orientiert an dem, was die Lehrer thematisiert haben.

Schulleiter Reiner Klausing sagt, zufrieden kann man mit dieser Lösung nicht sein. „Frust schieben bringt jetzt nichts“, sagt Klausing. „Wir gehen jetzt positiv in die kommende Woche.“ In einer Woche steht die erste Prüfung an. Ein negativer Test ist Bedingung. Eigentlich wäre der Test am Mittwochmorgen vor Beginn der Klausur gemacht worden. Dank des DRK Halver aber, können die Schüler am Dienstagmorgen vorbeikommen und werden alle in einer Reihentestung getestet. „Das nimmt den Druck ein wenig“, sagt Klausing.

Gut vorbereitet sehen sich die Schüler nach wie vor nicht. „Die Lehrer haben uns wirklich gut geholfen“, sagt Stufensprecherin Georgia Tsompani. Aber es war nicht dasselbe. „Es ist schade, dass die Petition nichts gebracht hat, aber mehr konnten wir auch nicht tun.“ Jetzt gehen die Schüler trotz allem positiv in die Abschlussprüfung.

Georgia Tsompani rechnet mit einer fairen Prüfung, wenn die Aufgaben schon nicht dezentral gestellt werden. Denn es geht um ihre Zukunft, die sich die Schüler von Corona nicht zerstören lassen wollen. Für manche Schüler geht es um die Qualifikation fürs Gymnasium, bei anderen um die Noten, die in der Bewerbungsmappe einen Eindruck machen sollen. „Wir haben intensiv gelernt“, sagt sie. Jetzt bleibt nur noch hoffen.

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