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Schüler im MK sammeln 37.000 Euro bei Spendenlauf

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Von: Sarah Lorencic

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Für jede Runde gibt es Geld von selbst gesuchten Sponsoren. In der Summe könnte einiges für die Ukraine zusammenkommen.
Schüler laufen für die Menschen in der Ukraine und sind erfolgreich. © Lorencic, Sarah

Schüler im MK laufen für die Menschen aus der Ukraine und sind erfolgreich. Die Spendensumme, die dabei zusammenkommt, ist größer als gedacht.

Halver – Damit hätten die Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) nicht gerechnet: Bei ihrem Spendenlauf kamen rund 37 000 Euro zusammen. Und noch immer „plätschert hier und da“ eine Spende rein, sagt Schulleiter Paul Meurer.

Denn: Die Spendenläufer sammeln das Geld bei ihren selbst akquirierten Sponsoren für ihre Runden ein – das sind Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn –, geben es ihren Klassenlehrern und die geben es dann wieder weiter, bis es auf dem Konto des Fördervereins eingegangen ist. Ein fünfstelliger Betrag sei dabei gewesen, wie Meurer angibt. Und auch einige lokale Firmen, die still spenden und nicht genannt werden wollen, waren unter den Sponsoren. Sonst aber sind es die vielen kleinen Beträge, die am Ende diese Summe ergeben.

Wie bereits berichtet wird das Geld zum Großteil an namhafte nationale und internationale Hilfsorganisationen gespendet, die in der Ukraine und in den Ländern helfen, wo Flüchtlinge ankommen. Zwischen 8000 und 10 000 Euro aber bleiben in Halver und werden an die Sentiris gGmbH gespendet. Es fliehen immer mehr Menschen und es fehlt an Geld, sagte SV-Schüler Simon Kebekus am Tag des Spendenlaufs am 11. März.

Hilfe vor Ort: Ein Teil der Summe bleibt in Halver

Wie Sabine Wallmann, Vorsitzende des Fördervereins der Schule, erklärt, könne Sentiris im Gegensatz zur Stadt schnell und unbürokratisch mit der Aktion „Halver hilft“ helfen. Und das sei auch im Sinne der Stadt. Ein weiterer Punkt aber sei der Fokus auf Kinder, von denen bei den zu erwartenden Flüchtlingszahlen viele kommen werden. Bei 500 voraussichtlich in Halver ankommenden Flüchtlinge, werden die Hälfte, wenn nicht mehr, Kinder sein. Sentiris habe „viele Ansatzpunkte“, um Kinder in Halver aufzufangen. Dafür brauchen sie finanzielle Mittel, so Wallmann.

Für die Schüler des Gymnasiums fand die Halveranerin lobende Wort. Sie ist „tief beeindruckt“ von ihnen und der schnellen Umsetzung der Idee. Organisiert wurde die Aktion von der Schülervertretung. Der Förderverein, sagt Wallmann, hat am Ende nur das Konto zur Verfügung gestellt. Welche Summe dort jetzt steht, freut alle Beteiligten.

Auch Lehrer haben mitgemacht

Wie SV-Schüler Michael Sokolov sagt, war es den Schülern ein großes Anliegen, aktiv zu werden. „Menschen leiden Not und Hunger“, führt er aus. Die große Summe, sagt er, hätte man ohne die Schüler nicht geschafft und dankt daher allen, die mitgelaufen sind und Sponsoren gesucht haben. Auch einige Lehrer, merkt er an, haben mitgemacht – 1400 Euro hätte es sonst weniger gegeben. Auch sonst dankt er ihnen im Namen der Schüler, die in dieser Zeit oft nicht wissen, mit der Situation umzugehen. Im Unterricht gebe es keine Grenzen, jeder Lehrer und jede Lehrerin unabhängig vom Fach nimmt sich Zeit für die Anliegen der Schüler. Alle versuchen, den Schülern die Angst zu nehmen, sagt Michael Sokolov.

Von einem „Ohnmachtsgefühl“ bei den Schülern sprechen auch die SV-Lehrerinnen Imke Otto und Teresa Czuczmann. Der Spendenlauf holte sie aus dem Gefühl raus und ließ die Schüler aktiv werden. Aufarbeitung in jeder Form. Den Krieg beenden können die Schüler nicht, aber sie zeigen ihre Solidarität und helfen, wo und wie sie können. Eine Schulstunde stand am 11. März jedem Jahrgang des Gymnasiums zur Verfügung. Rund 40 Minuten Dauerlauf hieß das für die Gymnasiasten. Organisiert wurde die Aktion von der Schülervertretung, namentlich Lina Bayerl, Simon Kebekus und Michael Sokolov. Für sie war es eine Selbstverständlichkeit, zu helfen.

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